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Bilder: thefashionspot.com, fashiongonerouge.comModels sollen in erster Linie schön sein. Und da sich Tätowierungen nicht unbedingt mit dem Schönheitsideal vieler Menschen vereinen lassen, gibt es auf den Laufstegen in Paris, Mailand und co. nur selten verzierte Haut zu sehen. Generell wird Models davon abgeraten sich tättowieren zu lassen, da gut sichtbare Hautbilder den Kundenkreis merklich verkleinern können.
Nichtsdestotrotz erkennt man bei genauer Betrachtung doch das ein oder andere Tattoo auf den schlanken Körpern bekannter Models. Besonders beliebt sind Schriftzüge, beispielsweise am Innenarm. Freja Beha Erichsen trägt dort den Satz "This too shall pass" unter ihrer Haut. Erin Wasson's Arm schmücken die Worte "I mi Loa" und Catherine McNeil's Rippen ziert der morbide Zweizeiler "The day that I die will be by far the most beautiful day that I ever lived".
Bilder oder Symbole sind seltener zu finden. Auf Platz 1 rangiert aber sicherlich der allseits beliebte kleine Stern, welcher verschiedene Körperstellen diverser Models, Stars und Sternchen schmückt. Model Cynthia Decker trägt eine klassische Interpretation einer Rose im Nacken.
Mit einem Augenzwinkern ist wohl das Tattoo von Nicole Trunfio zu verstehen. Versteckt unter ihren langen Haaren findet sich die Skizze eines Kleiderbügels, die sicher auf das gängige Klischee Models seien nichts als Kleiderständer verweisen soll.
Für Omahyra Mota Garcia (s.oben 2. Bild 3.v.l.) sind Tattoos wiederrum Teil des Gesamtpackets. Diverse Hautbilder, die sie in Editortials stolz präsentiert und die sich sowieso nur schwer verstecken ließen, gestalten ihre durchtrainierten Arme. Die Tattoos des dominikanischen Models mit kantigem Gesicht und Kurzhaarfrisur komplettieren ihren androgynen Punk Chic.
Grund für meine kleine Studie zum Thema "Tätowierte Modelhaut" sind übrigens eigene Pläne. Schon seit längerem ist mir mal wieder danach, mich in die vertrauensvollen Hände eines Tätowierers zu begeben um meinen Körper zu verzieren, ihm Bedeutung zu verleihen, einen Moment meines Lebens auf ihm festzuhalten oder ihn zu entstellen. Wie man eben will. In welcher Form das passieren soll, behalte ich für mich.