Samstag, 4. Juli 2009

Aus und vorbei



Die Show von Kai Kühne beendete heute gebührend die Berlin Fashion Week Spring 2010. Gleichzeitig endet mein Zeit in Berlin. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge geht es morgen mit einem übervollen Koffer nach München. Mal sehen, was mich dort erwartet.
Weitere Berichte über die Fashion Week folgen. Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden.

Freitag, 3. Juli 2009

Hä?!



Das is doch der Typ von thecobrasnake.

projektgalerie Teil I





Schon im Januar habe ich mich beim Besuch der projektgalerie Showrooms in die Arbeiten von Seelenkleid verliebt. Und mit der Kollektion "Blue Code" für das Frühjahr 2010 wurde meine Begeisterung nur noch gesteigert. Designerin Ella Haberlach arbeitet weiterhin mit Silikon und lässt damit fantastische Muster und Formen entstehen, die Kleider, Shirts und Leggings verzieren. Inspiration für die neuen Stücke war Porzellan. Kaffeetassen dienten als Formgeber und die Farbgebung in Weiß und Blau erinnert an klassische Porzellanmalereien. Wirklich jedes Teil von Seelenkleid beeindruckte mich so sehr, dass ich am liebsten alles sofort mit nachhause genommen hätte. Aber das geht ja leider nicht. Ich freue mich trotzdem schon auf die nächste Kollektion.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Berlin Fashion Week Tag 2



Kurze Pause vor der projektgalerie

Berlin Fashion Week Tag 1



Kritischer Blick von Suzy Menkes - Imkerkopfbedeckung bei Black Coffee - Germany's Next Topmodel Sara Nuru mit Stripperheels




Die Blogger Front Row bei Patrick Mohr mit Juliane, Anna, Mary und Mahret und Mandy von GNTM dazwischen- Der Maiskolben - Armin Morbach im zweiten Outfit des Tages


Die Fashion Week hat gestern begonnen und der erste Tag war schon so voller Ereignisse, dass ich an dieser Stelle noch gar keine Zeit hatte zu berichten. Nachdem ich beim Pendeln zwischen Büro und Bebelplatz um die Shows von Marcel Ostertag, Black Coffee and Ramírez und Patrick Mohr sehen zu können, ziemlich ins Schwitzen gekommen bin, ging es vorm Abendprogramm erst noch einmal nachhause. Nach einer erfrischenden, belebnden aber zu kurzen Dusche, ging es sofort weiter zu einer weniger spannenden Präsentation von pepe Jeans, die nun reichlich verspätet Andy Warhol Motive als Trend entdeckt haben. Nächste Station sollte die Villa sein. Reebock hatte geladen und mit der Hoffnung auf kühle Getränke machten wir uns auf den Weg um pünktlich anzukommen und die obligatorische Schlange und Drängelei. Aber Pustekuchen. Auf Grund eines Missverständnisses sind wir einmal die Landsberger Allee rauf und nachdem wir die richtige Adresse erfahren hatten wieder runter. Nach einem einstündigen Walking-Workout erwarteten uns Lisa, Tanja, Mitch und Dirk und selbstverstänlich die befürchtete Schlange. Umso überraschender war es, dass wir nach ca. 20 Minuten schon unser lange ersehntes kühles getränk in der Hand hielten. Die Saunatemperaturen erschwerten das tanzen ungemein und so wippten wir verhalten mit dem Kopf. Jede weitere Bewegung hätte zu sturzbruchartigen Schweißausbrüchen führen können.
Ein Locationwechsel war mehr als angebracht. Nachdem es sich draußen endlich auf aushaltbare 20 °C abgekühlt hatte, machten wir uns auf den Weg in die Bar 25 zum Broken Hearts Club. Trotz Gästelistenplätzen mussten wir es uns hier gefühlte 30 Minuten auf ungefähr 3 Quadratmetern mit ca. 100 Leuten gemütlich machen. Nachdem wir das Gruppenkuscheln heil überstanden hatten, ging es ans Wasser um die Nacht bei ein paar Bier langsam ausklingen zu lassen und den herannahenden Morgen zu begrüßen.
Heute geht der ganze Trubel weiter. Und ich verspreche die nächsten Tage ein etwas vorbildlicherer Blogger zu sein. An positiven Beispielen mangelt es ja zum Glück nicht.
Beiträge zu besuchten Shows gibt es bei glam.de

Mittwoch, 1. Juli 2009

010709

Dienstag, 30. Juni 2009

Bitte nicht nachmachen



Bilder: men-style.com

Während ich mir bei den Damenschauen die Kollektionen gewisser Designer gar nicht erst ansehe, ist bei den Herren die Neugier auf eventuelle Fehltritte zu groß. Schnell überkommt den Betrachter das Gefühl, dass einige Designer für ihre Männerkollektionen einfach nur irgendwas ganz Verrücktes bzw. Ungewöhnliches kreieren wollen. Zum Teil ist das verständlich, immerhin sind die Regeln für Herrenmode traditionell strenger, die Möglichkeiten begrenzter und da will man natürlich ganz revolutionär etwas vollkommen Neues gestalten. Außerdem verschaffen solche Grenzüberschreitungen dem jeweiligen Designer natürlich auch eine Menge zusätzliche Aufmerksamkeit. Die sollen sie auch in dieser Saison von mir bekommen. Angestachelt von refinery29 habe ich mal meine liebsten OMG-Wer-soll-denn-das-Anziehen-Trends fürs Frühjahr 2010 zusammengesammelt.
Fangen wir an bei John Galliano. Bevor die blassen Jungs auf den Laufsteg durften, wurden sie erstmal ordentlich mit Selbstbräuner und Öl eingeschmiert um den erwünschten Araber-Look zu erzielen. Dann wurden ihnen noch ein paar Tücher und Blumen um den Kopf, und Gürtel um die Taille gebunden und fertig is ein unglaublich alberner Look, der mich heute schon mindestens dreimal zum Lachen gebracht hat.
Auch Jean-Paul Gaultier wollte mal was ganz Innovatives machen und hat die Herren in Jeanscorsagen gesteckt. Diese 90er Sünde sieht nicht mal an Frauen gut aus und hat aus gutem Grund im Rahmen des allgemeinen Acid-Wash-Jeans-Trends kein Comeback gefeiert.
Alber Elbaz, dessen Frauenkollektionen für Lanvin regelmäßig für Begeisterungsstürme sorgen, bringt für die Männer den dünnen Schnäuzer zurück. Grauenhaft, besonders an den Bubis, die da mit Socken in den Latschen und blonder Perücke die neue Kollektion präsentieren.
Roberto Cavalli hat von Balmain abgeguckt und möchte sein Stück vom Glitzertrend-Kuchen abhaben. Ganz ohne Skrupel schlägt er dem modebewussten Mann für das nächste Frühjahr Lederhosen mit Funkelapplikationen vor.
Bei Givenchy wird man gleich etwas freizügiger. Statt ordnungsgemäßer Oberbekleidung tragen die Herren Boleros ohne was drunter. Damit sie nicht frieren gibts immerhin ein Halstuch und ein verkehrtherum getragenes Basecap. Bei Marky Mark sah das irgendwie besser aus.
Als Krönung des schlechten Geschmacks holen Dean und Dan für Dsquared das Camouflage-Muster und die Truckercaps zurück auf den Laufsteg. Schlimmer geht's wohl nicht.

Montag, 29. Juni 2009

Drei Trends sind einer zu viel



Möchte man meinen. Mein neues COS Shirt verbindet Spitze, Zipper und Schulterpolster aber so dezent, dass es kein Stück übertrieben wirkt. Finde ich zumindest.

Noch zweimal schlafen



Dann ist Fashion Week. Einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns da so erwartet, gab es heute bei der Pressekonferenz mit Harald Wolf (Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen), Anders Sundt Jensen (Leiter Markenkommunikation Mercedes-Benz Cars), Maia Guarnaccia (Vice President IMG Fashion Europe), Julia Stegner (Mercedes-Benz Mode-Markenbotschafterin), Dorothee Schumacher (Designerin), Anita Tillmann und Norbert Tillmann (Geschäftsführer PREMIUM Exhibitions). Veranstalter, Organisatoren und Teilnehmer wurden nicht müde zu betonen, wie schnell die Berliner Fashion Week gewachsen ist und dass sie sich doch nun fast mit Mailand, Paris, New York und London messen könne. Der Besuch von Modekritikerin Suzy Menkes ist sicher ein großer Schritt in diese Richtung. Während andere Fashion Weeks abmagern, siehe die heute begonnene Fashion Week by Berns in Stockholm, wächst die Großveranstaltung in Berlin. Die fünfte Auflage zieht mit 33 Shows, beim ersten Mal 2007 waren es gerade mal 12, Modebegeisterte aus Deutschland und hoffentlich auch dem Rest der Welt an. Die sogenannte Strahlkraft Berlins als Modemetropole wurde von Organisatoren und Sponsoren jedenfalls oft genug erwähnt.
Auch das Gesicht der Mercedes Benz Fashion Week Model Julia Stegner kam zu Wort. Neben ihrer Ausführung über die faszinierende Kombination von schnellen Autos und schönen Frauen, berichtete sie von ihrer Vorfreude auf die modelastigen, kommenden Tage. Ein wenig interessanter als ihre kurze Rede war ihr Outfit. Ganz trendbewusst hat sich das deutsche Vorzeigemodel komplett in den Stella McCartney Nudelook gehüllt und sah dabei auch wirklich ganz zauberhaft aus. Blöd nur, dass Anita Tillmann, Veranstalterin der Premium, dengleichen Plan hatte und somit der oft bei net-a-porter.com bestaunte Oversize-Blazer gleich zweimal, einmal in Cremé und einmal in Rosé, am Podium zu sehen war. Nunja, das wird mir bei der hohen Bloggerdichte und meinem H&M-lastigen Schrankinhalt sicher die nächsten Tage auch noch passieren. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf ein paar Tage Modezirkus mit Smalltalk, Drinks, Häppchen und hoffentlich sehenswerten Kollektionen.

Sonntag, 28. Juni 2009

Metal



Hemd: Papa, Shirt: COS, Hose: LTB, Tasche: Zara, Ringe: H&M, Asos, Six, Armbänder: Accessoirize, Asos, Oma

Ann Demeulemeester Spring 2010



Bilder: men.style.com

Hart trifft zart: dieser altbewährte Stilbruch steht im Mittelpunkt der Ann Demeulemeester Spring 2010 Männerkollektion. Sanfte, fließende Stoffe treffen auf Ledergürtel und grobe Boots werden zu Seidenhosen kombiniert. Die Designerin hat genau die Richtige Dosis Weiblichkeit in ihre Herrenkollektion eingebunden: Ein paar Pailletten hier, grazile Ketten da. Dank Lederhosen und Kapuzen wirken diesen Details nicht zu verspielt, sondern ergeben in schwarz, weiß oder creme ein schlüssiges Gesamtbild. Nur mit den Haarbändern kann ich mich nicht anfreunden. Hier kann man sich die vollständige Kollektion anschauen.

Freitag, 26. Juni 2009

Katerina Alexandraki II



Vergangenes Jahr ging das Katerina Alexandraki Shirt durch die gesamte deutsche Blogosphäre. Nun gibt es eine Neuauflage. Der Druck bleibt gleich, der Schnitt wurde geändert und einige süße Details wurden hinzugefügt. Rüschen an Front und Rücken geben eine interessante Seitenansicht. Da ich aber keine Fan von Prints bin, hab ich einfach mal einen Blazer zum Shirt kombiniert und das Teil verkehrt herum getragen. Geht auch. Wem das Shirt gefällt, der kann es bis zum 31.7. versandkostenfrei im Shop von Katerina Alexandraki bestellen.

Donnerstag, 25. Juni 2009

5Gum Vision Lab - Die Projekte in der Kategorie Look



Bilder: 5gumvisionlab.de

Gestern wurden im Weekend die 10 Projekte der Finalisten des 5Gum Vision Lab vorgestellt. In der Kategorie Look wurden gleich drei Ideen vorgestellt.
Das naheliegendste Projekt beschäftigt sich mit dem Thema Mode. Eva Brüdersdorf und Nadine Miyahara haben im März das junge Label Mila Miyahara gegründet und gehen mit ihrer Frühjahrskollektion 2010 an den Start. Die heißt Black Diamond und ist laut Eigenaussage der Designerinnen von moderner Kunst und Architektur inspiriert. Vor der eigentlich Preisverleihungen konnte Mila Miyahara schon die Besucher der 5Gum Website im Public Voting überzeugen.
Die Teilnehmer Claus Berg und Rainer Kollender teilen die Vision einer schwebenden Lampe, die man immer da nutzen kann, wo man sie gerade braucht. Dank einer Heliumfüllung soll die Lampe aufsteigen und wird dann von einem Akku mit Energie versorgt. Mit dem Förderpreis von 10.000 könnten die beiden Visionäre einen Prototyp anfertigen und den von einem großen Unternehmen produzieren lassen.
Die ungewöhnlichste Idee kommt von Produktdesignerin Petra Jäger. Sie stellte den vertikalen Mooskultivierer vor. Hört sich komisch an, ist es auch. Grundgedanke ist die Natur wieder ein Stück in unser digitalisiertes Leben zu integrieren. Das Problem des VMK ist allerdings, dass man ihn nicht in geschlossenen Räumen anbringen sollte. Es handelt sich dabei nämlich um einen Keramikhohlkörper, der bewässert wird und auf dem dann kunstvolle Moosformen heran gedeihen sollen. Leider können sich dabei auch Schimmelsporen bilden, die niemand so gern in den eigenen 4 Wänden hat.
Neben der Kategorie Look wurden außerdem jeweils zwei Projekte in den Kategorien Hear, Taste und Touch, sowie eine Idee in der Kategorie Smell vorgestellt. Die zehn Finalisten wurden aus 130 Bewerbungen ausgewählt.
Zudem hielten Spezialisten aus jedem Bereich Vorträge. Designer Mark Eley beschäftige sich mit den verschiedenen Bedeutungen des Wortes Look und war merklich aufgeregt. Immerhin hat er laut Eigenaussage das erste Mal sein Hausaufgaben gemacht. Die paar Versprecher verzieh man ihm aber sofort, dank seiner sympathischen Art und spannenden Rede.
Special Guest Scott Schumann ging da schon deutlich selbstbewusster vor und sprach eigentlich nur darüber, dass es bei seiner Arbeit als The Sartorialist darum geht seine Sichtweise auf einen Menschen in einem Bild zu bannen. Heute Abend wird dann der Sieger verkündet und danach hoffentlich gebührend gefeiert. Wenn ich mich nochmal aufraffen kann, bin ich auch dabei.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Neues Shirt



Ich mag es gern, auch wenn mir sicher jede Stylistin von dieser Farbe abraten würde. Zu kaufen gibt es das gute Stück bei H&M für günstige 19,95€.

Montréal Fashion @ Berlin





Marie Saint-Pierre, Andy Thê-Anh

Gestern Abend wurde im Haus der Commerzbank anlässlich der Feierlichkeiten zum heutigen Nationalfeiertag der kanadischen Provinz Québec und des zehnjährigen Bestehens des Büro Berlin, der Vertretung der Regierung von Québec, eine kleine Modenschau präsentiert. Zu sehen gab es aktuelle Kollektionen von sechs Designern, die auch schon in Deutschland erhältlich sind. Da ich mich bisher noch gar nicht mit Mode aus Québec auseinandergesetzt hatte, war die Spannung groß. Die Enttäuschung leider auch. Vier von sechs Designern langweilten wahlweise mit offensichtlichen Balmain-Anleihen, Daunenjacken mit Fellbesatz, Lamé-Leggings an denen sich wohl fast jeder mittlerweile satt gesehen hat oder Jacken und Mänteln, die auch von Esprit hätten stammen können. Lichtblick waren die Entwürfe von Marie Saint Pierre und Andy Thê-Anh. Beide erfinden das Mode-Rad zwar nicht neu, konnten mit interessanten Formen in Schwarz und Drappierungen in Beige aber immerhin mein Interesse wecken.
Die aktuellen Kollektionen kann man sich auf den Homepages der Designer anschauen.
mariesaintpierre.com
andytheanh.com