

Bilder: soniarykiel.com, frenchconnection.com, topshop.com, ilovetba.com, asos.com, fashiongonerogue.com, lundlund.comWoher kommt im Winter eigentlich das plötzliche Bedürfnis kleine runde Strickkugeln auf dem Kopf herum zu tragen? Ist es die Ähnlichkeit der Bommel mit einem wohlgeformten Schneeball oder vielleicht der Wunsch in der eisigen Kälte immer etwas kuschelig Flauschiges dabei zu haben? Eine wirklich plausible Erklärung kann ich nicht finden, aber die braucht es in der Mode ja zum Glück auch nicht immer.
Mittlerweile schmücken Bommeln aus Wolle oder Kunstpelz nicht nur Mützen, Schals und Handschuhe, sondern auch Pullover oder Kleider. Normalerweise verleihen sie dem Kleidungsstück das sie verzieren ein nette Portion Verspielheit, nur beim mediterranen Mandili, einem schwarzen geklöppelten Kopftuch, verheißen sie nichts Gutes. Die Bommeln an den Tüchern, die meist von Witwen getragen werden, stehen für die Tränen der Frau. Immer wenn ein Mitglied der Großfamilie stirbt werden neue Bommeln hinzugefügt.
Zu den talentiertesten Fans der Bommel gehört wohl Sonia Rykiel. Die französische Designerin ist besonders für ihre verspielte Strickmode, die Heimat der Wollbommel, bekannt. Bei der Präsentation ihrer aktuellen Herbst/Winter-Kollektion trugen die Models Haarreifen mit Riesenbommeln in Beige, die man nun für völlig übertriebene 390 €
erstehen kann.
Dabei kann jedes Kind mit ein bisschen Pappe und Wolle selbst Bommeln herstellen. Mir hat das als ich klein war immer soviel Freude bereitet, dass die meisten der entstandenen Wollkugeln ungenutzt blieben. Jetzt würden mir spontan einige Stellen einfallen, die sich wunderbar mit ihnen dekorieren lassen würden. Vielleicht bastel ich demnächst mal wieder.