Eigentlich versuche ich von Mustern - Punkte mal ausgeschlossen - die Finger zu lassen. Denn an den Meisten sehe ich mich zu schnell satt und die gemusterten Teile fristen nach wenigen Einsätzen ein trauriges Dasein als Schrankleichen. Aber gerade geht mir Paisley nicht aus dem Kopf. Das schöne Muster, das nach der gleichnamigen schottischen Stadt benannt wurde, gefiel im 19. Jahrhundert schon Königin Victoria, dann erlebte es seine Hochphase während der Hippiebewegung in den 60er Jahren und findet heute bei Marken wie Etro, Anna Sui oder Gucci immer mal wieder Verwendung. Wie man unten sieht finden sich gerade auch bei Asos, Topshop und Urban Outfitters attraktive Varianten des Motivs aus dem persischen Sassanidenreich. Ich gewähre mir noch etwas Bedenkzeit bis ich mich tatsächlich auf ein neues Muster einlasse. Bis dahin betrachte ich Paisley aus der sicheren Ferne.
Im inoffiziellen Wettbewerb um meine Onlineshop-Gunst. Während Konkurrent Topshop mit durchschnittlichen Kollektionen, nettem Styling aber insgesamt recht langweiligem Lookbook langweilt und bei Asos.de gerade nicht viel passiert, legt Urban Outfitters einen überraschend abwechslungsreichen Katalog vor. Amüsante Outdoor-Schnappschüsse und schlichte Lookbook-Bilder wechseln sich mit bunten Accessoire-Stillleben ab. Neben den ansprechend kombinierten, hübschen Klamotten erfreut außerdem die Anwesenheit Cole Mohrs. Die Tweed-Hose rechts oben steht ab jetzt auf meiner Wunschliste. Den ganze Katalog könnt ihr euch bei urbanoutfitters.de anschauen.
Ich hatte ja in meinem ersten Post zur Zusammenarbeit von Lanvin und H&M schon bemerkt, dass mir ungewöhlicherweise einige Männersachen der Kollektion besonders gut gefallen. Da kam das kleine Paket von H&M inklusive Goodiebag, das letzte Woche überraschend bei mir eintrudelte, ganz recht. In dem hübschen Beutelchen mit Satinhenkel versteckten sich neben dem Lookbook der rote Lippenstift und die schwarze Fliege. Da mir spontan sowieso kein männlicher Bekannter einfiel dem ich das hübsche Accessoire hätte schenken können, habe ich sie einfach mal selbst anprobiert. Und siehe da, zum Lieblingshemd gefällt mir die Fliege ganz gut. Passt auch zum Thema Halsverzierung und ähnliche Schleifen-Variationen gab es außerdem in der aktuellen Kollektion von Miu Miu zu sehen. Das Modell von Lanvin und H&M ist allerdings ein Stückchen größer und deswegen bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich das so tragen werde. Deswegen frage ich nochmal bei euch nach: Machen oder sein lassen? Falls ich die Fliege dann doch nicht tragen werde, kann ich mich an ja Fasching immernoch ganz gut als Alber Elbaz verkleiden.
"Die Kulisse kenn ich doch.", war mein erster Gedanke als mir das rechte Bild gerade bei Fashion Gone Rogue begegnet ist. Und Tatsache, vor 19 Jahren hat Peter Lindbergh an der selben Stelle die großen Supermodels der 90er u.a. Naomi Campbell, Claudia Schiffer und Linda Evangelista für die Fotostrecke "Wild at heart" der amerikanischen Vogue abgelichtet. Das Editorial hat mittlerweile Kultstatus erreicht und ist gefühlt bestimmt schon in jedem zweiten Modeblog (letztes Jahr auch in meinem) aufgetaucht. Fotograf Cameron Krone hat sich nun die Arbeit des Meisters Lindbergh zum Vorbild genommen und fünf der momentan erfolgreichsten polnischen Models in den Straßen New Yorks fotografiert. Kasia Struss, Anja Rubik, Magdalena Frackowiak, Monika Jagaciak und Anna Jagodzinska geben sich zwar reichlich Mühe um an die Supers der 90er ran zu kommen, im direkten Vergleich gewinnen aber eindeutig die Originalbilder. Das mag vielleicht auch am weniger spannenden Styling der Fotostrecke der Viva! Moda liegen. Bei Fashion Gone Rogue gibt es die neuen Bilder. Welche Fotostrecke ist euer Favorit?
Kein Kleidungsstück scheint sicher vor den flinken, zerstörerischen Fingern seiner Besitzerin. Nach Strumpfhosen und T-Shirts werden nun fleißig Strickpullover geshreddet. An weißer Baumwolle hatte ich mir vor langer Zeit auch mal zu schaffen gemacht, bin aber nicht weit gekommen und hatte mich vor Vollendung meines Werks schon an den losen Fädchen und unförmigen Shirts satt gesehen. Nun werden also sorgfältig Strickpullover zerstört. Was hier bei Variante 1 noch irgendwie nach einem Versehen und vielleicht so gar nach einem tatsächlich alten Pulli aussieht, wirkt bei Bild 3 immerhin noch einigermaßen gekonnt, während Version 2 einfach nur noch gewollt und ziemlich blöd aussieht. Dabei will man doch mit so einem hübsch zerrissenen Pullover genau das Gegenteil erreichen, oder? Ich bin gespannt wann der Trend in der deutschen Blogosphäre ankommt und ob im nächsten Winter dann alle bereuen, dass sie ihre schönen Strickpullover auseinandergenommen haben. Ich glaube, ich wähle lieber den umgekehrten Weg und krame demnächst mal wieder die Stricknadeln hervor.
Der Begriff "Lagenlook" wird seit einigen Saisons regelmäßig für fast jede Kombination aus mindestens drei verschiedenen Oberteilen verwendet und recht schnell zum Trend erkoren. Ob dieser Status dem gewöhnlichen Übereinander von T-Shirt, Cardigan und Blazer immer gerecht wird, ist dabei fraglich. Gerade habe ich aber ein Editorial entdeckt, das eine viel subtilere Art des Lagenlooks thematisiert. In dieser Fotostrecke der November-Ausgabe von Playing Fashion liegt der Fokus auf dem Hals. Dieser wird gekonnt mit Schleifen, feinen Rollkragen, schmalen Tüchern und sogar Lederbändern in Szene gesetzt. Hochgeschlossen wirkt bei den Lagen aus Pullunder, Bluse und Rolli plötzlich gar nicht mehr so bieder, sondern raffiniert und spannend. Mein Liebling der Hemdkragen ist natürlich auch mit von der Partie. Alle Varianten festgehalten von Fotografin Dima Hohlov könnt ihr euch wie immer bei Fashion Gone Rogue ansehen.
Angezogen: Kleid, Tasche, Strumpfhose - Topshop, Parka - Urban Outfitters, Schuhe - H&M, Kette - COS
Eigentlich wollte ich vor ein paar Tagen in diesem kleinen Schwarzen auf eine Geburtstagsfeier gehen. Doch als ich, kurz bevor ich die Haustür verließ, nochmal meine Kleidung genauer überprüfte, entdeckte ich am Ärmel ein ca. 1 cm großes Loch. Und dabei war das Kleid gerade an diesem Tag vermeintlich neu bei mir zuhause eingetrudelt. Also musste ich mich in letzter Minute umziehen und ärgerte mich den Rest des Abends über das fehlerhafte Kleid. Vorfälle dieser Art scheinen sich gerade bei Topshop-Bestellungen zu häufen. Während mir Ähnliches in der Vergangenheit vielleicht ein Mal passiert ist und ich es - dem ansprechenden Topshop-Sortiment sei Dank - dann ganz schnell wieder vergessen habe, landeten bei meiner besten Freundin neulich gleich zwei defekte Oberteile mit Rissen an der Naht und Löchern im Material. Es scheint als nutze meine britische Lieblingskette die Situation der aus dem Ausland Bestellenden aus. Denn immerhin muss man auch den Rückversand aus der eigenen Tasche zahlen. Die Hemmschwelle da für ca. 6 € ein leicht fehlerhaftes Teil für das man ja sowieso schonmal Versand bezahlt hat zurückzuschicken, ist natürlich höher. Vielleicht werden sogar absichtlich fehlerhafte Stücke verschickt. Habt ihr auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Auch wenn es schwer fällt; falls mich demnächst mal wieder ein Teil bei Topshop anlacht, werde ich es mir auf jeden Fall dreimal überlegen, ob ich es bestelle. Zum Glück war die schöne Strumpfhose im Paket fehlerfrei. Wenigstens etwas.
Ein Paar neue Stiefeletten ist in diesem Herbst noch drin. Meine kleine Vorauswahl seht ihr oben. Möglichkeit 1 kommt von Dr. Martens und hört auf den Namen Avery. Es handelt sich um einen 10-Loch-Schnürstiefel aus himbeerfarbenem Samt. Die ungewöhnliche Kombination aus grobem Stiefel und flauschigem Material ist wirklich gelungen, aber nicht ganz einfach zu kombinieren. Möglichkeit 2 hält ein Modell von Office bereit, das mir schon seit einiger Zeit nicht aus dem Kopf geht. Das Vorbild, nämlich Stiefeletten von Chloé, ist offensichtlich. Darüber, ob mir die kleinen Nieten nun gefallen oder ob sie doch zu sehr nach Möchtegern-Punk aussehen, bin ich mir aber immernoch unsicher. Zu guter Letzt wartet Topshop als Möglichkeit 3 noch mit einer glänzenden Variante des Chelsea Boots auf, den es auch noch in verführerischem Weinrot gibt. Bis jetzt konnte ich mich noch nicht zu einer Entscheidung durchringen. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen.
Die Meisten haben es sicher schon mitbekommen: Es ist Gastbloggerwoche bei Les Mads. Diesmal geht es um das Thema Modebloggen 2.0 und bis jetzt haben sich schon Rebecca, Siems und Blica mit spannenden Texten zu Wort gemeldet. Heute bin ich an der Reihe. Hier geht es zu meinem Beitrag.
Als ich vor einigen Wochen in Terry Richardsons Foto-Tagebuch die hübsche Emily entdeckte, war ich direkt ganz angetan von ihrer natürlichen Schönheit. Da unter dem Schnappschuss aber nur ihr Vorname zu lesen war und ich das Gefühl hatte ihr Gesicht noch nie zuvor gesehen zu haben, verlief sich meine Suche nach ihrer Identität recht schnell in den Weiten des Internets. Die Werbekampagne für den Duft Acqua di Gioia von Giorgio Armani war mir zu diesem Zeitpunkt zwar bekannt, aber es war mir nicht möglich das natürliche Gesicht auf dem Schwarz-Weiß-Bild mit dem digital bearbeiteten Hochglanz-Pendant zusammenzuführen. Obwohl die Gesichtzüge beibehalten wurden. Dank einem Streetstyle-Blog für den Emily nach der letzten Chanel-Show abgelichtet wurde, erfuhr ich ihren Nachnamen Didonato und konnte endlich doch mehr über das Model erfahren. Nämlich, dass sie nur selten für Laufsteg-Jobs gebucht wird, sondern eher für Beauty-Kampagnen u.a. von Maybelline Jade. Kein Wunder bei diesem Gesicht. Aber, dass die blauen Augen dann auch noch bis ins Absurde intensiviert werden, und, dass die schönen Lippen durch verstärkte Kontraste unnatürlich hervorgehoben werden, finde ich mehr als schade. Leider ist diese Art der photoshop-unterstützten Schönheitsoptimierung besonders bei Make-Up-Shootings Gang und Gäbe. Meinen Augen traue ich schon lange nicht mehr, wenn mir eine digital glattgebügelte Sharon Stone faltenfreie Haut dank Dior verspricht oder Eva Longoria mir mit L'Oreal, einigen Make-Up- und Photoshop-Künstlern im Rücken von Millionen Wimpern vorschwärmt. Etwas mehr Echtheit und Ehrlichkeit würde einigen Beauty-Kampagnen ganz gut tun. Die Bilder von Emily Didonato sind der beste Beweis dafür. Weitere natürliche sowie bearbeitete Fotos von ihr gibt es bei thefashionspot.com.
Fotografie von Alice Rosati bei Ben Trovato - Süßes Porzellan bei Anmutig - Das Wilde Leben bei Proletkult - Blog-Entdeckung Our Youth - Horst zur neuen Hooligan-Mode bei De:Bug
Ach, wie gerne wäre ich heute in Hamburg um mir direkt im Showroom ein Bild von der Lanvin loves H&M Kollektion zu machen. Leider ist die Hansestadt ein ganz schönes Stück weit weg und ich bin sowieso mit Lernen beschäftigt. Die Kollektion, die Alber Elbaz für die schwedische Kette gezaubert hat, musste ich mir natürlich trotzdem ansehen. Rüschen, Asymmetrie, Blumenmuster, knallige Farben und große Klunker sprangen mir sofort ins Auge. Eben genau das wofür Lanvin seit einigen Saisons steht. Deswegen finde ich diese Zusammenarbeit äußerst gelungen, auch wenn für mich persönlich relativ wenige Stücke dabei sind. Denn die Kleider sind mir einfach etwas zu üppig. Dafür gefallen mir die Pumps, der Blazer, das durchsichtige Jäckchen und die hübsche Ansteckblume. Überraschenderweise bin ich im auch im Männer-Sortiment fündig geworden. Die Schuhe würde ich mir sofort kaufen, wenn sie in meiner Größe erhältlich wären. Das weiße Hemd wird bei Gelegenheit anprobiert und die gepunktete Fliege hat gute Chancen am 23. November in meinem Warenkorb zu landen.
Neben der Kollektion selbst finde ich auch das zugehörige Video äußerst unterhaltsam. Dort dürfen wir Alber Elbaz in seine Träume folgen, die ihn scheinbar zur Kollektion inspiriert haben. Schauplatz ist ein luxuriöses Hotel indem nächtens allerlei ungewöhnliche und amüsante Begebenheiten stattfinden. In der Hauptrolle, neben den bunten Kleidern und funkelnden Accessoires versteht sich, sehen wir Model Natasha Poly, die sich einfach nichts mehr wünscht als Lanvin. Ich bin gespannt wieviele Damen sich davon anstecken lassen.
Lange habe ich es verdrängt. Doch jetzt da die Tage wieder kürzer werden und die Dunkelheit immer früher hereinbricht, kann ich meine zunehmende Kurzsichtigkeit nicht mehr ignorieren. Obwohl mir der Augenarzt schon vor ein paar Jahren die Anschaffung einer Brille nahegelegt hat, habe ich bis jetzt immer tapfer die Augen zusammengekniffen, habe mich in der Uni Semester für Semester eine Reihe weiter nach vorne gesetzt und bin an Leuchtanzeigen bis auf wenige Zentimeter Abstand herangetreten um sie fehlerfrei lesen zu können. Freunde und Bekannte haben sich schon daran gewöhnt, dass ich sie manchmal einfach übersehe oder von Weitem nicht erkenne. Missverständnisse bezüglich angezeigter Wartezeiten (Sind das jetzt noch 8 oder 3 Minuten?) oder lange Suchen nach Freunden in Clubs oder Kneipen (Ah Hi, schön dich zu sehen! Oh. Ach ne, doch nicht.) gehören seit einger Zeit zu meinem Alltag. Doch jetzt ist Schluss. Diesen Herbst muss eine Brille her. Aber was für eine? Längliche Formen mit abgerundeten Ecken kommen schonmal nicht in Frage. Da ist mir die Verwechslungsgefahr zu groß. Ich möchte ein Modell mit Wiedererkennungswert. Da ich mir wahrscheinlich auch Kontaktlinsen zulegen werde, muss mir die Brille auch nicht jeden Tag gefallen. Bei Sonnenbrillen bevorzuge ich runde Formen und behaupte auch einfach mal, dass diese mir ganz gut stehen. Aber gilt das auch für optische Brillen? Bei einer ersten Suche haben mir besonders die runden Modelle mit schmalen Rahmen namens Golding und Kalder von Oliver Peoples zugesagt. Auch schön, aber etwas auffälliger sind die Brillen von Linda Farrow und Tom Ford. Breite Rahmen oder schmetterlingsförmige Gläser sind mir dann aber doch zu gewagt. Weitere ansprechende Modelle habe ich im Onlineshop Mister Spex gefunden. Obwohl mich die Kategorie "Nerd-Brillen" anfangs abgeschreckt hat. Aber erstmal muss ich wohl sowieso einige Modelle im Laden probieren, um die richtige Form und Farbe für mich zu finden. Über Tipps zu interessanten Brillenmarken oder weiteren Onlineshops würde ich mich als Neuling auf dem Gebiet natürlich freuen.