Donnerstag, 1. Oktober 2009

Dress up



H&M Trend hat gerade ein paar hübsche Kleidchen im Sortiment. An mir hat leider keines so richtig gut gesessen und mein Lieblingsmodell, das mit den Ketten-Schultern, gab es nicht in meiner Größe. Aber vielleicht gefällt der ein oder anderen ja das Bustierkleid oder das graue Teil mit grafischem Patchwork.

Mittwoch, 30. September 2009

Worst of Spring 2010 so far



Bilder: style.com

Zum Glück beginnt heute die verheißungsvollste aller Modewochen nämlich die in Paris, denn was da in Mailand so teilweise auf den Laufsteg geschickt wurde, war eher gruselig und wird hoffentlich nicht wegweisend sein für die kommende Saison.
Missoni und Marni belebten den Kitten- oder auch Midheel genannten mittelhohen Absatz wieder. Leider schmeichelt dieses Zwischending aus Mörderhacken und flachem Absatz weder Fuß, Bein noch Gesamtbild. Bequem ist das bestimmt, aber es sieht halt ziemlich doof aus. Die gewohnten Proportionen zwischen Absatz und Sohlenlänge stimmen nicht, dadurch wirkt der Schuh unfertig. Hoffen wir mal, dass sich diese Schuhform im Frühjahr nicht das sein wird, was der Overknee in diesem Herbst ist.
Domenico Dolce und Stefano Gabbana haben sich für die D&G Spring 2010 Kollektion einem schon oft verwendeten Thema gewidmet und zwar dem Cowgirl Chick. Selbstverständlich bestimmten also braunes Leder und Blue Jeans das Gesamtbild. Diese Tatsache an sich verdient aber noch keinen zweiten Platz auf meiner Worst of Spring 2010 Floplist. Die absurden Schnitte wiederrum schon. Es schein ganz so als hätte das Designer-Duo beim Entwerfen zuviele Folgen von The Simple Life mit Paris Hilton und Nicole Richie geschaut, anders lassen sich Jeansrüschenröcke und - minibandeaukleider einfach nicht erklären. Anno 2003 hätte diese Kollektion sicher auch noch reissenden Absatz gefunden aber mittlerweile haben sich sogar Paris und Nicole modisch ein klitzekleines Bisschen weiterentwickelt.
Diese Scheußlichkeit wurde dann von Dsquared sogar übertroffen, die ein wahres Feuerwerk der Geschmacklosigkeiten darboten. Jeans mit gelbem Lacküberzug, Plastik-Regenmantel mit pinken Nähten oder grün-graue Socken zu orangefarbenen Schuhen, ein Horrorszenario jagte das nächste. Das Schlimmste aber hatten die Models auf dem Kopf: Truckermützen. Ja genau diese hässlichen Dinger, die vor ein paar Jahren jeder trendbewusste junge Mensch trug. Besten- oder schlimmstenfalls von Von Dutch. Mittlerweile sind Truckercaps aber selbst in der letzetn Dorfdisco von gestern. Auch an diesem Grusel-Trend war eine gewisse Miss Hilton beteiligt. In Paris wird die gleichnamige Hotelerbin glücklicherweise weniger geschätzt, da bleiben uns solche Geschmacksausfälle hoffentlich erspart.

Dienstag, 29. September 2009

Crocodile Dundee



... oder vielleicht besser Fashion Victim? Denn mit dem Kauf dieses T-Shirts habe ich mich dem Christopher Kane Hype vollends hingegeben. Ganz angetan war ich von seinen Affenkleidern und die bezahlbare Version von Topshop musste einfach in meinen Warenkorb. Dabei bin ich mir der Kurzlebigkeit meiner eigenen Begeisterung auch irgendwie bewusst bin, denn an so einem auffälligen Teil hat man sich eben sehr schnell satt gesehen. Wie schnell sich die Euphorie um meinen ehemals so heiß geliebten britischen Nachwuchsdesigner legen kann, bewies Kane selbst mit seiner kleinkarierten Spring 2010 Kollektion.
Aber zum Glück sorgt das britische Highstreethaus Topshop für Nachschub in Sachen Designer-Kollaboration. Laut afashiontale.dk darf als Nächster Mark Fast, dem gerade bei der London Fashion Week dank kurviger Models einiges an Extra-Aufmerksamkeit zuteil wurde, seine Entwürfe einer größeren Einkäuferschaft zugänglich machen. Fast's fragile, körpernahe Strickkleider sorgten schon mehrmals für Verzücken bei den Gästen seiner Shows. Man darf also gespannt darauf sein, was er sich für Topshop einfallen lässt. Wenn's gut wird, werde ich wieder zuschlagen.

Cute little daisies



Bilder: style.com, topshop.com

Das Ende der Coolness mit Leder, Nieten und viel Schwarz wurde nach den ersten Spring 2010 Shows nun schon vielerseits angekündigt und auch wenn ich noch nicht ganz davon überzeugt bin, dass wir nächsten Sommer alle nur noch zarte Pastelltöne, süße Rüschen und schnuckelige Schleifchen tragen, habe ich mich auch schon in ein herzallerliebstes Frühlingsmuster verguckt. Nachdem ich diesen Sommer auf Blümchen aufm Kleid verzichtet habe, verspürte ich direkt nach dem Betrachten der Moschino Cheap & Chic Spring 2010 Kollektion das dringende Verlangen etwas mit zartem Gänseblümchendruck zu besitzen. Die gute Kate Moss hatte da mal wieder einen guten Riecher und hat für ihre aktuelke Kollektion für Topshop schon ein Kleid mit besagtem Muster in Auftrag gegeben. Ich möchte aber idealerweise einen Jumpsuit. Dazu dann noch Gänseblümchenhut und -brille wie bei Moschino und dann ab auf eine Grün-Weiß-Gelb gesprenkelte Wiese. So stelle ich mir den nächsten Sommer vor.

Sonntag, 27. September 2009

Sonntagsanzug





Sweatshirts sind für Sonntage gemacht. Allerdings ist dieses hier von COS zu schade um es nur an einem Wochentag zu tragen. Der seidenartige Stoffeinsatz, der sich von einem Ärmel über den Rücken zum anderen Ärmel ausbreitet, nimmt meinem Lieblingspulli etwas die Sportlichkeit. Gemütlich ist es zum Glück trotzdem noch.

Jil Sander Spring 2010





Bilder: style.com

Raf Simons Entwürfe für Jil Sander sind eine Klasse für sich. Jede Saison gelingt es dem Designer die minimalistische Tradition der Marke fortzuführen und gleichzeitig seine ungewöhnlichen Ideen zu verwirklichen. Für den gerade angebrochenen Herbst präsentierte er ungewohnte Silhouetten und skulpturale Schnitte, die von geschickt gesetzten Grau-Gelb- und Schwarz-Orange-Kontrasten begleitet wurden. Für das kommende Frühjahr bedarf es weniger Farbe. Weiß, Beige und Schwarz bestimmen die Kollektion in der sich elegante Hosenanzüge genauso finden lassen wie transparente Blusen. Transparenz wirkt bei Simons aber nicht offensiv entblößend, sondern wird an Hosen oder Kleidern geschickt eingesetzt. Wichtigste Accessoires sind neben den fantastischen Schuhen schmale Taillengürtel, die Blazern und Kleidern Form verleihen. Ihre ganze Wirkung entfaltet diese wunderbare Kollektion erst bei mehrmaligem Betrachten. Deswegen jetzt bitte hier klicken.

Samstag, 26. September 2009

Eigentlich wollten wir ja auf die Wiesn...








Geschafft haben wir es aber nur auf eine Wiese. Das Oktoberfest wird wohl auch in diesem Jahr wieder spurlos an mir vorbeigehen. Und eigentlich finde ich das auch gar nicht so schlimm.

Freitag, 25. September 2009

40-Tage-Bart





Bilder: thefashionspot.com

Wenns es hier bisher um männliche Models ging, dann waren die meist entweder tätowiert, schön glatt rasiert, gerade erst 20 geworden oder alles auf einmal. Oft sahen sie auch gar nicht so männlich aus, sondern gefielen eher mit weichen Gesichtszügen und schmaler Hühnerbrust. Das wird sich jetzt ändern. Denn der bärtige Herr der momentan neben Karen Elson auf H&M-Plakaten in jeder zweiten Ubahn-Station steht, hat mich neugierig gemacht. Sein Name ist Patrick Petitjean und, dass er neben der unnatürlich feurerroten Karen etwas verwirrt schaut, sei ihm verziehen. Mit seinem Vollbart, den langen Haaren und der muskulösen Statur stiehlt er nämlich nicht nur Miss Elson die Schau, sondern sticht auch aus der schmalen Männermodelmasse heraus. Zuletzt durfte er für die Vogue Hommes International den harten Biker mimen. Hergerichtet von Emmanuelle Alt heizt er mit einer leicht bekleideten Eniko Mihalik auf einer Kawasaki irgendwo durchs nirgendwo und sieht dabei immer gerade so schmutzig und heruntergekommen aus, dass man das gerade noch heiß finden kann. Den geheimnisvollen Rebel nimmt man ihm dann doch eher ab als den gut gekämmten Herren im Mantel. So oder so fände ich es ganz nett, wenn dieser Typ zur Abwechslung mal etwas häufiger neben den zahlreichen Milchreisbubis zu sehen wäre.

Statt Mode



Endlich mal wieder Musik. Lieblingslied gerade: The Big Pink - Velvet

Mittwoch, 23. September 2009

Bored with fashion



Ich hab nichts zum Anziehen. Naja, eigentlich hab ich eine ganze Menge Klamotten, aber die find ich grad alle blöd. Das kennt man ja. Deswegen trage ich momentan bevorzugt alte, vertraute Kleidungsstücke. So wie das graue Shirt von Kookai, das unter der Jacke versteckt schon ein paar Löcher hat und den Blazer von Zara, der mich schon vor Jahren mit der richtigen Dosis Schulterpolster überzeugt hat.
Nur die Tasche ist neu. Und die trag ich gerade richtig gern mit mir herum. Die ist nämlich genau so, wie ich mir meine neue Traumtasche vorgestellt hatte. Geräumig, grau, aus Wildleder und ohne viel Metallgeklimper. Die wird mich sicher noch etwas länger begleiten.

Dezente Klunker



Bilder: style.com

Eigentlich wollte ich einen kleinen Beitrag zu den bisher in New York und London gezeigten Schmuckstücken schreiben, aber die Ringe und Reifen von Marios Schwab sind so bemerkenswert, dass sie einen eigenen Post verdienen. Riesige, glasklare Kristalle begleiten die nicht ganz leicht zugängliche Frühjahrskollektion des Designers. Inspiriert von der traditionellen Kleidung früherer Dienstmädchen, war es die Grundidee Schwabs den Körper in drei Zonen einzuteilen um eine völlig neue Silhouette zu erschaffen. Das ist ihm vielleicht gelungen, allerdings muss sich das Auge wohl erst noch an Mini-über-Maxi-Rock und Kurz-über-Lang-Blazer-Kombinationen gewöhnen.
Auch beim Schmuck schlägt der Londoner neue Wege ein. Große Spangen mit fliederfarbenen Steinen umschlingen zarte Ohren und üppige Kristallreifen schmücken grazile Armgelenke. Metall wird bei Schwab Teil der Kleidung selbst. So enden beispielsweise die Ärmel einer Organza-Bluse mit grau-silbernen Kettenmanschetten. Schmuck kann eben auch mehr als nur schönes, nettes Beiwerk sein.
Hier gibt es wie immer die gesamte Spring 2010 Kollektion von Marios Schwab zu sehen.

Dienstag, 22. September 2009

Rad pants



Spring 2009



Fall 2009



Spring 2010

Bilder: radhourani.com

Der gute Rad Hourani kann ja viel, aber am besten gelingt ihm meiner Meinung nach das schmale Beinkleid. Die Form bleibt zwar ungefähr gleich, die Farblichkeit variiert auch nur selten und die geschlitzten Hosenbeine kommen immer wieder. Trotzdem schafft er es von Saison zu Saison seine Grundidee immer wieder abzuwandeln und zu erneuern. Für das Frühjahr 2009 gestalteten geometrische Formen und transparente Einsätze die Hosenbeine, im Herbst 2009 kamen Pailetten dazu und im nächsten Frühling möchte Rad mehr Silber und Weiß an den Beinen seiner Kundinnen sehen. Gerne würde ich mich zu ihnen zählen, denn genau solche Hosen würden sich auch in meine Garderobe ganz wunderbar einordnen.

Montag, 21. September 2009

Verliebt in Louise Goldin Spring 2010



Bilder: londonfashionweek.co.uk

Auf Louise Goldin ist Verlass. In der letzten Saison begeisterte sie mit düster futuristischen Cyberprinzessinnen-Looks, für das nächste Frühjahr präsentiert sie nun raffinierte Kleider und Shorts in zarten Sorbetfarben. Details wie Plisee-Falten, Stofflagen und Drappierungen vermitteln insgesamt einen weicheren, weiblicheren Eindruck. Auch wenn mir gerade mehr nach dunkleren Farben und groberen Materialien ist, bin ich ganz verliebt in diese Kollektion. Nur bei den kleinen spitzen Brusthütchen, die an Madonna's berühmten von Jean Paul Gaultier designten BH erinnern, bin ich noch nicht sicher, ob ich sie jetzt witzig oder überflüssig finden soll. Hier könnt ihr euch die restlichen Entwürfe ansehen.

Sonntag, 20. September 2009

Red eyed



Ich bin ja nicht sonderlich einfallsreich was die Gesichtsbemalung angeht, deswegen ist das hier schon eine große Weiterentwicklung für mich. Mal kein schwarzer oder grauer Eyeliner, sondern rotweinfarbener Cremelidschatten. Der passt sogar zu meinem liebsten Wintergetränk und ergibt einen angenehmen Kontrast zu meiner eintönigen Garderobe. Gefällt, nur könnte ich wohl ruhig noch etwas dicker auftragen.

All white



V.l.n.r: Calvin Klein, Marc Jacobs, Phi, Julian Louie, Alexander Wang
Bilder: style.com

Darauf, dass Weiß im Sommer Trend ist, kann man sich verlassen. In den vergangenen Sommern haben es trotzdem nur sehr wenige Kleidungsstücke in dieser Farbe bzw. Nicht-Farbe in meinen Kleiderschrank geschafft. Umso mehr überraschte es mich, dass es ausgerechnet komplett weiße Outfits waren an denen meine Augen beim Durchklicken weiterer Shows der New York Fashion Week hängen blieben. Ob Rüschen bei Marc Jacobs oder Schnürungen bei Phi, Weiß verleiht verschiedensten Schnitten und Formen Reinheit und Klarheit. Es scheint zurückhaltend, zieht aber doch Aufmerksamkeit auf sich. Besonders als Komplett-Look. Wenn ich im nächsten Sommer mutig genug und vielleicht mal ein wenig gebräunt bin, versuch ich mich mal daran.