Montag, 3. August 2009

Schreck lass nach



Bild: models.com

Ein Meteoritenschauer? Ein fieser Meuchelmörder? Oder vielleicht auch nur eine harmlose Spinne? Die Angststarre von Model Kristen McMenamy könnte verschiedenste Gründe haben. Fast zu Tode erschrocken blickt sie auf die Couch gedrängt nach oben, dem Auslöser ihrer Furcht entgegen. An ihrer Seite nur zwei schwarze Katzen, die in der bedrängenden Situation wenig hilfreich erscheinen und ebenso verschrocken drein schauen. Fotograf Steven Meisel hat das bedrückende Szenario für Lanvin's Herbstkampagne abgelichtet und kreiert hier seine meiner Meinung nach aufregendste Sofa-Situation der Saison. Scharfe Schatten und Kontraste verstärken die Spannung. Bis jetzt wurde nur ein Bild der Kampagne veröffentlicht. Vielleicht verraten die nächsten Fotos wer oder was die arme Kristen so erschreckt hat.

Freitag, 31. Juli 2009

Day & Night



Das H&M Trend Blüschen ist gerade definitiv mein Lieblingsstück. Dank dem luftigen Schnitt, der zurückhaltenden Farbe und der Kompatibilität mit fast alle anderen Kleidungsstücke in meinem Besitz ist es momentan im Dauereinsatz. Nicht mal Bügeln muss man das hübsche Teil. So praktische Einkäufe sind bei mir selten. Wenn ich nicht mir nicht gerade das Sparen angewöhnen würde, käme sogar ein Kauf des gleichen Modells in Dunkelgrau infrage. Blusen braucht man ja eigentlich immer mal.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Alle machen's vor. Wer macht's nach?





Bilder: topshop.com, net-a-porter.com, style.com, kingdomofstyle.typepad.co.uk

Ich möchte hier eigentlich nicht die Wörter Must-Have oder It-Piece verwenden, aber wenn es in diesem Herbst um Overknee bzw. Thigh High Stiefel geht, kommt man an diesen Bezeichnungen nicht vorbei. Auffällig viele Designer (Prada, Rick Owens, Rodarte um nur einige zu nennen) sind sich einig, dass beim Schuhwerk für die kalten Tage 2009 nicht am Leder gespart werden darf. Im März betitelte ich diese auffällig hohe Anzahl an kniebedeckenden Boots noch als Stiefel-Verschwörung, nun, da der Herbst immer näher rückt, überlege ich, ob dieser Trend auch in meinem Schuhschrank demnächst mindestens vier anderen Paaren den Platz wegnehmen wird.
Einige Bloggerinnen sind selbstverständlich auch im Hochsommer schon stolze Besitzerinnen von Overknee-Stiefeln. Bei Haute Pursuit und Kingdom of Style finden sich die ersten Versuche, die gewagten Schuhe nicht zu gewagt aussehen zu lassen. Vanessa versucht es mit lässigen Jeansshorts und weißem Hemd, wird von Queen Michelle aber eindeutig geschlagen. Lederstiefel plus Ledershorts, das kann nur die Britin stilsicher umsetzen. Mindestens genauso gut gefällt mir die Variante mit weitem Shirt und Cardigan. Ungefähr so stelle ich mir das vor. Weitere tragbare Kombinationen kann man sich bei Stella McCartney, Isabel Marant und Antonio Berardi abschauen. Damit das alles nicht zu sehr nach Julia Roberts in Pretty Woman aussieht, würde ich Wildleder glänzendem Leder vorziehen. Mit den beiden oben gezeigten Modellen, Nr.1 von Topshop, Nr.2 von Brian Atwood, könnte ich mich schon anfreunden. Wenn man es dann irgendwie in die schmalen Schläuche geschafft hat, einfach ein weites Kleid oder einen Oversize-Pulli und fertig. Das wäre so schön einfach. Sollte ich ein ansprechendes Modell bei einem der üblichen Shopping-Verdächtigen finden, werde ich einen Selbstversuch starten.
Und wie haltet ihr es mit dem Must-Have des Winters? Machen oder Sein lassen?

Details



Das ist der Versuch einer neuen Rubrik, die sich den liebsten Menschen in meiner Umgebung widmen soll. Die teilen zwar nicht alle ganz meine Begeisterung für Mode, haben aber trotzdem einen ganz eigenen Stil, der sich oft in kleinen Dingen wiederspiegelt. Deswegen sollen hier statt traditionellen Ganzkörper-Bildern nur Detailaufnahmen gezeigt werden, die Raum für Interpretationen lassen.
Den Anfang macht, wie sollte es auch anders sein, meine beste Freundin Rike. Ich kenne sie seit 10 Jahren und trotz 5 Jahren Freundschaftsfernbeziehung steht sie mir immernoch so nahe wie kaum jemand. Ich könnte jetzt hier noch Zeile um Zeile davon erzählen, was für eine tolle Person sie ist, aber wir wollen nicht vom Thema abkommen. Es geht hier ja um Klamotten. Neben vielen anderen Interessen und Gemeinsamkeiten teilen wir selbstverständlich eine ausgeprägte Vorliebe fürs Shoppen, die sich auch in ihrem Outfit wiederspiegelt. Etwas H&M, Zara und co., ein bisschen Second Hand und jede Menge gute Ideen; das sind die Zutaten, die Rike's Stil ausmachen. Die vier kleinen Ausschnitte stehen stellvertretend für das Ganze, das ihr euch nun selbst gedanklich zusammenbasteln könnt.

Schicksal





Bilder: acnestudios.com, buzzworthy.mtv.com

Es muss Schicksal sein. Gerade heute nach dem filmreifen Abbrechen des Hackens meiner Topshop Sandalen (Die schockierenden Bilder folgen!) und der damit verbundenen, geplanten Rückkehr zu den geliebten Keilabsätzen, entdecke ich im Acne Onlineshop meine absolute Schuhliebe für den Herbst. Sie hört auf den Namen Atacoma und ist mir schon zuvor äußerst positiv aufgefallen. Die zarte Schwärmerei hat sich spätestens beim Anblick der schönsten Klumpschuhe der Welt an den Füßen der zauberhaften Alexa Chung in eine handfeste Besessenheit verwandelt. Ich muss diese Schuhe haben. Die wuchtige Form verpackt in weichem Leder. Die feinen Nähte im Kontrast zum breiten farblich abgesetzten Plateau. Schörkellosigkeit at it's best.
Schon einmal verliebte ich mich in ein Schuhmodell von Acne. Damals in die legendären Stiefeletten mit versetztem Absatz in krokogeprägtem Leder. Aber ich war zu spät. Das wird mir diesmal nicht passieren. Ab jetzt wird gespart. In der Hoffnung, dass sie nicht ausverkauft sind, wenn ich 350 € zusammen gekratzt habe.

Montag, 27. Juli 2009

Komische Blicke



Es zieht mal wieder eine kleine Umfrage durch die deutsche Mode-Blogger-Landschaft und da Lara mich getagged hat, werde ich nun auch die drei Fragen zum Thema "Komische Blicke fürs Styling" beantworten.

1. Für was erntest du komische Blicke auf der Straße?

Ich werde besonders oft verwundert angeschaut, wenn ich einen meiner schönen Blazer mit Schulterpolstern ausführe. Das Comeback der 80er ist wohl noch nicht bei jedem angekommen. Außerdem ist vielen Leuten die Kombination kurzer Rock oder Shorts plus hohe Schuhe plus Musterstrumpfhose oder viel Schmuck einen längeren Blick wert.

2. Wie gehst du mit solchen Blicken um?

Oft bemerke ich sie gar nicht. Eigentlich fallen sie mir nur in der Ubahn auf, beim Laufen meist gar nicht. Also gehe ich auch selten auf diese Blicke ein. Nur wenn jemand richtig blöd starrt, reagiere ich entweder mit gleichwertigem Starren oder einem äußerst freundlichen Lächeln.

3. Provozierst du gerne bzw. fällst du gern auf?

Das hängt ganz von meiner Laune ab. Natürlich kaufe ich mir nicht gezielt Kleidungsstücke um mit ihnen zu provozieren. Ich kaufe und trage, das was mir gefällt und wonach ich mich fühle. Dabei bin ich mir der Wirkung mancher Stücke aber dennoch bewusst. Die knallrote Jacke oder den Glitzerblazer ziehe ich zum Beispiel nicht an, wenn ich einen schlechten Tag habe, da ich weiß, dass sie eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Und nun interessiert mich wofür Rabenschwarz, MilleMusings und Butterknollenblume schiefe Blicke abbekommen.

Sonntag, 26. Juli 2009

Silver nails



H&M Trend Shorts + H&M Ring + p2 Color Victim 010

Glitzerstrümpfe



Bilder: style.com

Es ist mal wieder Zeit für ein kleines DIY Projekt: Bis zum Herbst müssen einige Strumpfhosen mit Pailletten und Glitzersteinchen verziert werden. Zac Posen, DooRi und Miu Miu haben es vorgemacht und liefern damit eine einfache Bastel-Vorlage. Am besten gefällt mir die Miu Miu Variante mit verschiedenen, unregelmäßig angeordneten Pailletten auf einer groben Strickstrumpfhose. Am Montag wird das Zubehör gekauft.

Freitag, 24. Juli 2009

230709



Jacke: H&M, Shirt: Kookai, Rock: Zara, Schuhe: Topshop

Mittwoch, 22. Juli 2009

Models im Wald



Bilder: fashiongonerouge.com

Die Idee an sich ist nichts Neues. In vielen Editorials wird statt Fotostudio oder themennahem Umfeld eine beeindruckende Landschaft als Hintergrund gewählt. Oft entsteht dadurch ein spannender Kontrast zwischen beispielsweise prunkvoller Kleidung und karger Umgebung. Dieser Effekt kann reizvoll, aber leider auch oft unpassend und zu gewollt wirken.
Sowas würde Fotograf Mario Sorrenti natürlich nie passieren. In der Fotostrecke "Sanctuary", die er gemeinsam mit Stylistin Camilla Nickerson für die August-Ausgabe des "W" Magazins realisiert hat, geht Model Guinevere van Seenus eine beeindruckende Symbiose mit ihrer Umgebung ein. Im smaragdgrünen Licht verschmilzt sie fast mit dem üppigen Urwald auf Cumberland Island und ist auf einigen Bildern erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Gekleidet in Federn und Tüll von u.a. Dolce & Gabbana und Nina Ricci wirkt die zarte Guinevere wie ein exotisches Geschöpf in seiner natürlichen Umgebung. Das I-Tüpfelchen sind Olivier Theyskens Mega-Plateaus, die hier zum ersten Mal richtig zur Geltung kommen.
Noch mehr fantastische Bilder könnt ihr euch hier ansehen.

Dienstag, 21. Juli 2009

Twinkle, twinkle little pants



Bilder: www.topshop.com


So ganz hat das mit dem Abgewöhnen der Nieten noch nicht geklappt. Sonst hätte ich mich wohl nicht gerade Hals über Kopf in diese traumhafte Jeans von Topshop verliebt. Goldene Nieten auf schwarzem Grund - fast wie ein Sternenhimmel. Nun gut dieser Vergleich ist vielleicht etwas zu romantisch und deutet die möglicherweise kurze Dauer dieser Romanze an. Um nichts zu überstürzen werde ich noch eine Nacht über die Anschaffung dieses neuen Beinkleids schlafen um morgen eine weise Entscheidung treffen zu können.

Wie aufm Catwalk



Nur wenige haben die Chance einmal in sündhaft teuren Kleidern und unter der Beobachtung hunderter aufmerksamer Augen einen Laufsteg in Paris, Mailand oder New York entlang zu stolzieren. Wie es sich anfühlt Teil einer solch großen Inszenierung zu sein, können Besucher des NRW Forums ab dem 26. Juli nachvollziehen. MIn der Ausstellung "Catwalks" werden mit Videoeinblendungen und Multimediainstallationen Mode-Spektakel von Dior, Hussein Chalayan oder Alexander McQueen nachgestellt und der Gast darf sich fühlen wie ein Model auf dem Runway.
Shows von Balenciaga, Valentino und co. kann man auf der großen Kinoleinwand bewundern. Gemeinsam mit der deutschen Vogue und dem renommierten Catwalk-Regisseur Alex de Betak wurde die aufwendige Ausstellung gestaltet. Die Video-Künstler Kai von Ahlefeld und Maria Spahn waren für die Realisation zuständig.
Begleitet wird die Ausstellung mit Bildern vom Gegenstück des "Catwalks" im echten Leben, nämlich dem Laufsteg der Straße. In Zusammenarbeit mit Nokia werden Streetstylebilder von sechs bekannten Fotografen, u.a. von Yvan The Facehunter und von Katja von Glamcanyon in der Cafeteria präsentiert. Bis zum 1. November kann man sich diese sicherlich sehenswerte Ausstellung im NRW Forum Kultur und Wissenschaft in Düsseldorf ansehen.

Montag, 20. Juli 2009

Machen oder sein lassen? Lederrock



Ich bin schon länger auf der Suche nach einem Lederrock. Immerhin soll er fester Bestandteil meines geplanten Herbstlieblingsoutfits mit weitem Strickpulli und Schürstiefeln werden. Leider gab es bei H&M und co. bis jetzt kein schönes Modell und Second Hand habe ich nie einen Passenden entdecken können. Nun endlich wartet Zara mit einem recht schicken Röckchen auf. Der Preis von 80 € ist für weiches Leder auch vollkommen gerechtfertigt, nur bin ich mir mit der Form nicht ganz sicher. Er könnte ein kleines Stückchen enger sein. Andererseits wirkt er so etwas klassischer. Was meint ihr? Machen oder sein lassen?

Freitag, 17. Juli 2009

Aufruf: Entwicklung musikalischer Vorlieben

Es ist mal wieder an der Zeit für einen Aufruf. Nachdem am Wochenende alle auf dem Melt! waren, während ich zuhause rumgegammelt habe, soll jetzt wenigstens an dieser Stelle die Musik mal wieder im Vordergrund stehen. Es geht mir aber nicht um euren momentanen Musikgeschmack, sondern um dessen Entwicklung. Was war eure erste Lieblingsband? Welcher Boygroup habt ihr eure Bhs auf die Bühne geworden? Welche Band hat euch die Pubertät erleichtert oder erschwert? Welchem Star seid ihr über die Jahre treu geblieben? Und zu guter Letzt, welches Lied ist gerade euer liebster Ohrwurm?
Idealerweise pickt ihr der Übersicht zuliebe fünf musikalische Stationen eures Lebens heraus und schreibt vielleicht noch ein oder vier Sätze dazu. Dann bitte einen Kommentar mit Link posten. Ich fasse das dann nächste Woche in einer Linkliste zusammen. Es würde mich freuen, wenn ein paar Leute mitmachen.



ab 10 Jahre: Spice Girls.
Das war ja klar. Als heranwachsendes Mädchen kam man in den 90ern nicht an den Spice Girls vorbei. Vor der besten Girlsband aller Zeiten mochte ich zwar auch Caught in the Act. Die Boyband verlor aber schnell ihren Reiz mit dem Aufkommen der Girl Power. Ich wollte immer Sporty Spice sein. Keine Ahnung warum. Besonders sportlich war ich auch damals nicht.




ab 12 Jahre: Tupac
Hiphop war meine zweite musikalische Liebe und stellte ein krasses Kontrastprogramm zu den fröhlichen Mädchenträllereien von Jungs, Parties und Mutti der Spice Girls dar. Nun ging es um Schießereien, Drogen und das harte Leben im Ghetto. Da machten sich meine Eltern zum ersten mal Sorgen um meinen Musikgeschmack. Eifrig wurde über den Mord von Tupac Shakur spekuliert und die Mel C Jogginghose wurde gegen Baggypants und Bandana eingetasuscht. Bevorzugt hörte ich amerikanischen Rap, natürlich nur Westcoast, ab und an hörte ich auch deutsche Stücke, z.B. von Torch oder Blumentopf.




ab 15 Jahre: Korn
Schwieriges Alter, besonders wenn man in einer langweiligen Kleinstadt aufwächst und das Gefühl hat das einen wirklich gar kein Mensch auf dieser Welt versteht. All die daraus entstandenen negativen Gefühle und Gedanken konnte ich natürlich wunderbar mit der verzweifelten Musik der damals gerade aufkommenden Nu Metal Bewegung ausleben. So ging ich meinen Eltern mit dem weinerlichen Gesang von Jonathan Davis, dem Geschrei von Slipknot und den ausdrucksstarken Gefühlsausbrüchen von From Autumn to Ashes auf den Keks.



Ab 18 Jahre: The Hope Conspiracy
Von dem Rumgejammer nahm ich dann etwas Abstand und füllte meinen Mp3-Player mit Musik aus dem Metal/Hardcore Genre. The Hope Conspiracy, Comeback Kid und Bleeding Through verliehen einer Art post-pubertären Wut Ausdruck. Bei Konzerten stand ich sicherheitshalber immer in der letzten Reihe, da ich Angsthase mich mit Violent Dancing, Wall of Death und Windmühle nie so richtig anfreunden kann. Als Souvenir an diese Zeit sind mir ein ausgeleiertes Ohrloch und fünf Sterntattoos geblieben.



Ab 23 Jahre: Phoenix
Gerade kennt mein Musikgeschmack keine spezielle Richtung. Die meisten Bands lassen sich aber sicherlich dem Genre Indie zu schreiben. Mit rein elektronischer Musik werde ich mich wohl nie richtig anfreunden. Die zuletzt gespielten Songs auf meinem Ipod sind von Jamie T, Bright Eyes, Arcade Fire, Ladyhawke, The Cure und Black Kids. Aber wer weiß, vielleicht steh ich ja in zwei Jahren auf klassische Musik. Nur Reggae und Ska kann ich sicher ausschließen.

Donnerstag, 16. Juli 2009

"PVC is a classic for me"





Bilder: thefashionspot.com


Latex-Leggings, Schulterpolster, Bodycon Dresses - alles Trends, die gerade ihr x-tes Comeback erleben. Für einige gehören sie zu den fiesesten Modesünden überhaupt, andere wiederum lieben sie. Ich würde mich eher zu Gruppe Nr. 2 zählen. Optisch macht mich diese Mischung aus weiblichem Selbstbewusstsein und offensichtlicher Sexiness (grauenhaftes Wort, aber ich finde kein passenderes) gerade ganz gewaltig an.
Mitverantwortlich für diesen Look, dessen Einfluss auch in den Herbstkollektionen 2009 nicht zu übersehen war, ist der französische Designer Thierry Mugler. Immerhin machte er PVC in den 80er Jahren laufstegtauglich und ebnete damit dem verrufenen Material den Weg in die Kleiderschränke starker Frauen, außerhalb des horizontalen Gewerbes. Weitere Inspirationsquellen für die extravaganten Entwürfe Mugler's waren Insekten (Wespentaille), Quallen (Mehrfarbige Robe s.o.) und Roboter (Metallanzüge). 1992 präsentierte der Exzentriker seine erste Haute Couture Kollektion. Im gleichen Jahr brachte er außerdem das Parfum "Angel" auf den Markt, für welches sein Name heute noch weltbekannt ist. 2001 zog sich Thierry Mugler aus der Mode zurück.
Grelle Farben, breite Schultern, schmale Taille - der Look wurde auch im Fernsehen wiederbelebt. Samantha, die sexuell äußerst freizügige Geschäftsfrau aus Sex and the City, trug in mehreren Folgen stolz die Blazer von Thierry Mugler. Bei Ebay sind die raren Stücke gerade jetzt wieder sehr gefragt.
Heute arbeitet Thierry Mugler u.a. als Kostümdesigner für Beyonce, die auf der Bühne und in ihren Videos stolz seine Entwürfe präsentiert. Immer wieder gibt es Gerüchte über eine Laufsteg-Rückkehr von Mugler's Mode, doch bis jetzt kam es nicht dazu. Schade eigentlich, denn es wäre sicher interessant zu sehen, was der Meister der Inszenierung in einer Zeit in der man fast alles schonmal gesehen hat, zeigen würde.