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Eigentlich kann man jetzt schon sagen, dass man mit weißen Rollkragenpullis in diesem Herbst trendmäßig auf der sicheren Seite ist. Denn wenn bei (Noch?)-Über-Label Céline ganze 16 von 35 Looks mit schmalen, hellen Rollis über den Laufsteg gehen, dann ist das Musthave für die nächste Saison quasi geboren. Ähnliche Varianten des wärmenden, aber empfindlichen Kleidungsstückes gab es bei Bottega Veneta, Isabel Marant, Alexander Wang und Marc Jacobs zu sehen. So wirklich überzeugt bin ich allerdings noch nicht. Denn auch wenn ein schicker, weißer Rolli den Hals vor Wind und somit vor Unterkühlung schützt, so erinnert er mich doch immernoch ganz gewaltig an Ski-Unterwäsche. Kann man da jetzt hier von der zweiten Welle des Underwear-as-Outerwear-Trends sprechen? Ich hoffe doch nicht, denn meine langen, cremeweißen Baumwollunterhosen möchte nun wirklich niemand sehen.
Außerdem zieht so ein weißer Rollkragenpullover Makeup-Flecken geradezu magisch an. Mich schaudert es jetzt schon ein bisschen beim Gedanken an die beige angeschmuddelten Modelle, die in ein paar Monaten womöglich in den Filialen diverser Modeketten nach einmaliger, unvorsichtiger Anprobe für immer auf den Bügeln hängen bleiben werden. Es handelt sich hier also um ein nicht ganz unproblematisches Kleidungsstück. Trotzdem sieht der Look bei Céline mit Seitenscheitel und weinrotem Lackmantel natürlich unschlagbar cool aus. Womöglich hat der Rolli sogar das Potenzial den seit einigen Saisons allseits beliebten Hemdkragen abzulösen. Also was meint ihr: Machen oder sein lassen?
