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Dienstag, 19. Juli 2011

Machen oder sein lassen?: Weiße Rollis

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Bilder: style.com

Eigentlich kann man jetzt schon sagen, dass man mit weißen Rollkragenpullis in diesem Herbst trendmäßig auf der sicheren Seite ist. Denn wenn bei (Noch?)-Über-Label Céline ganze 16 von 35 Looks mit schmalen, hellen Rollis über den Laufsteg gehen, dann ist das Musthave für die nächste Saison quasi geboren. Ähnliche Varianten des wärmenden, aber empfindlichen Kleidungsstückes gab es bei Bottega Veneta, Isabel Marant, Alexander Wang und Marc Jacobs zu sehen. So wirklich überzeugt bin ich allerdings noch nicht. Denn auch wenn ein schicker, weißer Rolli den Hals vor Wind und somit vor Unterkühlung schützt, so erinnert er mich doch immernoch ganz gewaltig an Ski-Unterwäsche. Kann man da jetzt hier von der zweiten Welle des Underwear-as-Outerwear-Trends sprechen? Ich hoffe doch nicht, denn meine langen, cremeweißen Baumwollunterhosen möchte nun wirklich niemand sehen.
Außerdem zieht so ein weißer Rollkragenpullover Makeup-Flecken geradezu magisch an. Mich schaudert es jetzt schon ein bisschen beim Gedanken an die beige angeschmuddelten Modelle, die in ein paar Monaten womöglich in den Filialen diverser Modeketten nach einmaliger, unvorsichtiger Anprobe für immer auf den Bügeln hängen bleiben werden. Es handelt sich hier also um ein nicht ganz unproblematisches Kleidungsstück. Trotzdem sieht der Look bei Céline mit Seitenscheitel und weinrotem Lackmantel natürlich unschlagbar cool aus. Womöglich hat der Rolli sogar das Potenzial den seit einigen Saisons allseits beliebten Hemdkragen abzulösen. Also was meint ihr: Machen oder sein lassen?

Donnerstag, 16. Juni 2011

Machen oder sein lassen?: Scuba Chic

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Proenza Schouler Frühling 2010 - Michael Kors Resort 2012

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Georgina Stojiljkovic by Andreas Sjodin for Elle Sweden June 2011

Sommeraktivitäten beeinflussen immer wieder die Kleidungstendenzen der heißen Saison. Auch an Land - abseits von Boot, Insel oder Surfbrett - erfreuen sich Segelschuhe, Marineblau und Hawaii-Hemden großer Beliebtheit. Nun haben diese verrückten Designer ein weiteres Hobby mit eigentlich funktionaler Kleidung für ihre Kollektionen entdeckt: das Tauchen bzw. Scuba Diving (laut Wikipedia von "self contained underwater breathing apparatus").
Die grelle Farbwelt in Neongelb, Türkis und Grün, die auch von prächtigen Fischen diverser Riffwelten inspiriert ist, war schon im vergangenen Frühjahr Thema bei Proenza Schouler. Mittlerweile hat das Material des Tauchanzugs seinen Weg in die Modewelt gefunden. Bei Cos gibt es T-Shirts aus Neopren, Lisa Maria Fernandez kreiert ganze Kollektionen aus dem Material und Michael Kors kombiniert es für Resort 2012 mit Strick und Leder.
Die schwedische Elle hat dem "Scuba Chic" in der Juniausgabe ein ganzes Editorial gewidmet. Model Georgina Stojiljkovic räkelt sich auf einem Boot in Neopren-Ensembles, Neon-Kleidern und schuppengleich schimmernden Pailletten-Shirts. Joanna Hillman, Redakteurin bei Harper's Bazaar zeigt wiederum wie gut Neopren weit weg vom Wasser auf der Straße aussehen kann.
Da wäre ich doch schon fast überzeugt, aber irgendwie hängt dem festen Material noch der Beigeschmack der in den 90er Jahren besonders bei Techno-Fans äußerst beliebten Jacken von PCB an. Auf Bilder dieser Geschmacksverirrungen verzichte ich hier ganz bewusst. An Model Elisa Sednaoui, die ihren Prachtkörper für das Lookbook der ersten (nicht nur) Swim Wear Kollektion "Better When Wet" von Designerin und Stylistin Lisa Maria Fernandez zur Verfügung gestellt hat, sieht Neopren allerdings ganz fantastisch aus. Aber was meint ihr? Machen oder sein lassen?

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Neopren bei Cos - Elisa Sednaoui für Lisa Maria Fernandez - Joanna Holman in einem Kleid von Lisa Maria Fernandez

Bilder: style.com, fashiongonerogue.com, cosstores.com, lisamariefernandez.com

Montag, 30. Mai 2011

Machen oder sein lassen?: Sneakers

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Bilder: modedamour.com, thesartorialist.com, anywho.dk, adelie.dk

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Meine neuen Vans. Danke an K-MB.

Turnschuhe oder besser Sneakers (laut Wikipedia die Bezeichnung für Sportschuhe, die im Alltag getragen werden) sah man in der Modewelt bisher eher selten. Ab und an begegnete man im Rahmen des x-ten Grunge-Revivals mal einem Paar Chucks. Vor wenigen Jahren erfreuten sich außerdem die latschigen Plimsoles besonders in Mode-Blogger-Kreisen großer Beliebtheit. Das war es dann aber auch. High Tops, Skater- oder Jogging-Schuhe suchte man in Editorials oder auch nur auf Outfit-Schnappschüssen vergeblich.
Doch plötzlich sieht man auf Streetstyle-Bildern und in Blogposts immer öfter bequemes Schuhwerk. Der Klassiker - die Chucks - sind natürlich immernoch dabei. Mit Nike, Adidas oder New Balance geht es aber noch sportlicher. Besonders die Mädels von Anywho greifen in letzter Zeit immer öfter zu Sneakers. Beim Sartorialist wurden wiederholt Converse gesichtet und auch Taylor Tomasi Hill verzichtet auf High Heels zugunsten von High Tops. Sogar Stilvorbild Alexa Chung kombiniert zu ihren Mädchenkleidchen plötzlich nicht mehr Nietenpumps von Valentino sondern Stoffschuhe von Superga und ziert damit die Werbeplakate der Traditionsmarke. Es scheint als wären sportliche Schuhe nun auch abseits von Sportplätzen, Schulhöfen und Hip-Hop-Konzerten recht populär.
Mit dieser Entwicklung hin zur sicheren Bequem- und vermeintlichen Sportlichkeit im Hinterkopf kam mir das Paket der Agentur K-MB neulich gerade recht. Die Vans aus der California Collection erinnern mich nicht nur an leichtfüßige Teenager-Tage im kleinstädtischen Skatepark, sie passen außerdem gut zu meiner anhaltenden Jeans-Vorliebe. Und eigentlich hatte ich mir für diesen Sommer ja auch vorgenommen Skateboard fahren zu lernen. Das wird zwar - bedingt durch mein üppiges Lernpensum - höchstwahrscheinlich nichts, trotzdem freue ich mich über die Alternative zu Boots, Loafers, Wedges und co.
Allerdings würde ich Sneakers nicht zu jeder Klamotte tragen. Ab einem gewissen Wadenumfang verwandelt das sportliche Schuhwerk in Kombination mit Rock oder Kleid fast jedes Bein in einen kräftigen Stampfer. Wie steht ihr zu Sneakers statt Ballerinas oder High Heels? Machen oder sein lassen?

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Bilder: thefashionspot.com, thisisjanewayne.com

Sonntag, 10. April 2011

Machen oder sein lassen? Zerfranste Jeansnähte

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Bilder: stylebykling.nowmanifest.com, columbine.freshnet.se, jakandjil.com

Da kommen Jugenderinnerungen auf. Mit 14 oder 15 Jahren habe ich auch bei all meinen Jeans die innere Naht aufgetrennt um mein Schuhwerk zu betonen. Damals handelte es sich allerdings nicht um Röhrenjeans und Heels wie bei Elin Kling und Columbine Smille, sondern um Baggy Pants und Skaterschuhe. Meine liebsten Modelle von Vans und Circa waren ordentlich klobig und benötigten einfach mehr Platz als die gerade Jeans her gab. Also griff ich zur Schere, trennte die Naht ein Stück auf und franste den Rand ordentlich aus. Meine Oma bot mir damals regelmäßig an die schöne Jeans wieder zu "reparieren". Ich lehnte dankend ab. Sollte ja so sein.
Damit, dass mir dieses Detail irgendwann mal in einem Modeblog begegnet, hätte ich nicht gerechnet. Und dann auch noch bei den stilsicheren Schwedinnen. Deren ansehnliche Kombinationen aus fransigem Denim und schicken Heels rufen bei mir nicht nur Teenie-Anekdoten hervor, sondern auch den Wunsch selbst mal wieder zu Schere zu greifen. Der Stilbruch zwischen elegantem Heel und zerfranster Jeans reizt mich schon. Gewisse Zweifel bleiben aber, denn passende Hosen sind in meinem Schrank ein rares Gut und mit Omi will ich mich eigentlich auch nicht wieder anlegen. Deswegen frage ich nochmal bei euch nach: Machen oder sein lassen?

Samstag, 5. Februar 2011

Machen oder sein lassen? Spaghetti-Träger

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Frühling 2011: Proenza Schouler, Haider Ackermann, Louis Vuitton, Helmut Lang

Bilder: weheartit.com, style.com

Kann sich noch jemand an Spaghetti-Träger erinnern? Das sind diese hauchdünnen Fäden, die auf Grund ihrer Ähnlichkeit nach der vielleicht beliebtesten Pasta-Sorte benannt wurden, und deren Hauptaufgabe darin besteht knappe Oberteile an bestenfalls schlanken Schultern zu halten. Ich glaube, ich habe sie das letzte Mal in einem schlechten, amerikanischen Teenie-Film an einer drallen Blondine gesichtet. Oder kommt es mir nur so vor als ob diese zarten Hängerchen schon länger von der Bildfläche verschwunden sind?
Nachdem ich sie lange als absolut unzumutbar bzw. nur in Staffel 1 - 3 von Sex and the City für erträglich abgestempelt habe, gehen sie mir nun plötzlich nicht mehr aus dem Kopf. Vielleicht liegt es daran, dass ich gerade zum hundertsten Mal Carrie Bradshaw mit ihren Pilates gestählten Armen bei ihrer Suche nach nach der großen Liebe und den perfekten Schuhen durch New York beobachte. Oder an den wenigen aber sehr ansehnlichen Spaghetti-Variationen in den Frühjahrskollektionen. Wenn Haider Ackermann dünne Träger verwendet, erinnern diese nämlich gar nicht mehr an American Pie. Bei den feinen, raffinierten Kleidern des gebürtigen Kolumbianers haben sie ihren leicht billigen Beigeschmack völlig verloren. Das gleiche Kunststück gelingt Barbara Bui. Sie verzichtet sogar auf einen Träger. Der Andere ist hoffentlich sehr gut verarbeitet.
Eigentlich bin ich nun schon fast vom Comeback der Spaghetti-Träger überzeugt. An meinen Schultern kann ich sie mir allerdings noch nicht vorstellen. Ich scheue ich mich leider schon seit einigen Jahren davor Oberarm zu zeigen. Die Angst vorm berüchtigten Winkspeck ist schuld. Vorsorglich werde ich nun aber doch mal wieder die Hanteln unterm Bett hervor kramen. Eine leicht definierte Schulterpartie kann ja mit oder ohne feine Hängerchen nicht schaden. Und was meint ihr zu Spaghetti-Trägern? Ist es Zeit für ein Comeback? Machen oder sein lassen?

Dienstag, 28. Dezember 2010

Machen oder sein lassen? Der Teddy-Mantel

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Bilder: fashiongonerogue.com

Seit ich neulich endlich "The Royal Tenenbaums" gesehen habe, geht mir der Anblick von Adoptiv-Tochter Margot nicht mehr aus dem Kopf. Das liegt aber weniger an ihrer biederen Frisur oder dem sportlichen Tennisdress von Lacoste als an dem braunen Pelzmantel, den sie ständig trägt. Ich vermute es handelt sich um ein Erbstück. Irgendwie verleiht so ein langer Kuschelmantel jedem noch so lahmen Outfit eine gute Portion Exzentrik. Auf diesen Effekt setzt auch das Editorial mit Model Sara Blomquist im Exit Magazine, in dem Pelzmäntel von Burberry Prorsum und Topshop zu sehen sind.
Während Margot Tenenbaum sicher echten Zobel trägt, käme für mich natürlich nur Kunstfell in Frage. In kräftigem Braun erinnert der Mantel von Topshop Unique rechts an einen kuscheligen Teddy und wäre eigentlich genau das Richtige für die Fashion Week im eisigen Berlin im Januar. Leider ist das gute Stück schon ausverkauft. Vielleicht begegnet mir aber im nächsten Kleidermarkt ein ähnliches Modell. Ob ich dann zuschlagen würde, weiß ich aber noch nicht genau Denn so einem Pelzmantel haftet auch immer eine großer Portion Oma-Charme an. Deswegen frage ich bei euch nochmal nach: Machen oder sein lassen?

Donnerstag, 11. November 2010

Machen oder sein lassen? Die Fliege

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Ich hatte ja in meinem ersten Post zur Zusammenarbeit von Lanvin und H&M schon bemerkt, dass mir ungewöhlicherweise einige Männersachen der Kollektion besonders gut gefallen. Da kam das kleine Paket von H&M inklusive Goodiebag, das letzte Woche überraschend bei mir eintrudelte, ganz recht. In dem hübschen Beutelchen mit Satinhenkel versteckten sich neben dem Lookbook der rote Lippenstift und die schwarze Fliege. Da mir spontan sowieso kein männlicher Bekannter einfiel dem ich das hübsche Accessoire hätte schenken können, habe ich sie einfach mal selbst anprobiert. Und siehe da, zum Lieblingshemd gefällt mir die Fliege ganz gut. Passt auch zum Thema Halsverzierung und ähnliche Schleifen-Variationen gab es außerdem in der aktuellen Kollektion von Miu Miu zu sehen. Das Modell von Lanvin und H&M ist allerdings ein Stückchen größer und deswegen bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich das so tragen werde. Deswegen frage ich nochmal bei euch nach: Machen oder sein lassen? Falls ich die Fliege dann doch nicht tragen werde, kann ich mich an ja Fasching immernoch ganz gut als Alber Elbaz verkleiden.

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Samstag, 28. August 2010

Machen oder sein lassen? Rote (Leder)-Hose

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Bilder: style.com, carolinesmode.com

Als ich 14 war besaß ich meine erste rote Jeans. Sie war wie fast alle meine Klamotten damals von Miss Sixty und mindestens eine Größe zu eng. Trotzdem fand ich mich in meiner modischen Pubertät ziemlich cool in dem unpassenden Teil. Die kräftige Farbe der Hose entschärfte ich weniger geschickt mit einem ähnlich körperbetonenden Stretch-Shirt in Rosa. Natürlich auch von Miss Sixty. Ich habe zwar noch Beweisbilder von dieser früheren Lieblingskombination, aber die behalte ich besser für mich. Denn rückblickend bin ich nicht gerade stolz auf diese Kleiderwahl. Und so war ich mir bis vor kurzem relativ sicher, dass es nie wieder eine rote Hose in meinen Schrank schaffen würde.
Doch dann kommt Isabel Marant daher und schlägt für den kommenden Herbst tomatenfarbenes Beinkleid in 7/8-Länge vor. Sogar aus Leder. Dazu kombiniert die französische Designerin ganz unbekümmert viel Schwarz, weite College-Jacken, kleine Halstücher und Schleifen-Pumps. Da überdenke ich meine Haltung gegenüber roten Hosen doch direkt nochmal. Bottega Veneta geht sogar noch einen Schritt weiter und versucht sich ähnlich wie mein Teenager-Ich an der gewagten Rot-Rosa-Kombination. Mit Seide und Leder gelingt diese dem italienischen Label aber um einiges besser als mir. Neben Kate Bosworth versuchte sich Caroline als eine der ersten an der 2010-Variante der roten Lederhose. Geschickt trägt sie das gewagte Beinkleid mit Bluse, Tasche und Sandalen in Sand-Tönen. Gut sieht das aus und bewegt mich nun zu der Überlegung roten Hosen doch noch eine Chance zu geben. Die Ledervariante ist mir allerdings etwas zu gewagt. Eine schmale Jeans in Knöchellänge könnte ich mir im Herbst aber sehr gut zu schwarzen Stiefeletten mit Blockabsatz und doppelreihigem Kurzmantel aus Filz vorstellen. Dazu noch ein paar kleine, schwarze Lederhandschuhe und schon wäre die rote Hose von jeglicher Miss-Sixty-Erinnerung befreit. Nachdem Blazer und Kleid in der kräftigen Farbe sich schon so gut in meine Garderobe eingefügt haben, muss als nächstes eine Jeans her. Eigentlich habe ich mich dafür schon entschieden, möchte euch aber trotzdem noch nach eurer Meinung fragen. Besonders zum Leder-Modell. Also: Machen oder sein lassen?

Mittwoch, 26. Mai 2010

Machen oder sein lassen? Hut

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Angezogen: Kleid - Zara, Blazer - Monki, Kette - Urban Outfitters, Hut
- H&M

Das hat mal wieder lange gedauert bei mir. Erst fand ich sie blöd. Als ich mich an den Anblick gewöhnt habe, dachte ich sie stehen wir nicht und irgendwann fand dann natürlich doch ein Hut seinen Weg in meinen Warenkorb. Nachdem der nun hier seit zwei Wochen rumliegt, möchte ich ihm noch eine letzte Chance geben. Und siehe da, so schlecht finde ich das gar nicht. Bei längerem Betrachten gefällt mir der Anblick sogar richtig gut. Außerdem ist so ein Hut eine nette Alternative zur Bad-Hair-Day-Strickmütze vom Winter. Etwas Restunsicherheit bleibt, deswegen bitte ich euch um eure Meinung: Machen oder sein lassen?

Dienstag, 30. März 2010

Machen oder sein lassen? Löckchen

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Bekannterweise ist man mit dem was man hat nie so richtig zufrieden. Besonders mit der Beschaffenheit der eigenen Haare sind doch nur die wenigsten wirklich glücklich. Wer Locken hat, träumt von glatten Haaren. Und umgekehrt. Von Zeit zu Zeit geht es auch mir so. Als ich gerade mal wieder den Wunsch nach etwas Schwung im Haar verspürte, kam mir ein Video-Tutorial, das Jasmin vor Kurzem in ihrem Blog Tea & Twigs hochgeladen hat, sehr gelegen. Anschaulich erklärt sie auch für Styling-Anfänger wie mich wie man im Handumdrehen nur mit Hilfe schnöder Taschentücher hübsche Locken ins glatte Haar zaubert. Das füllige Ergebnis ist das bisschen Aufwand sicher wert, aber insgesamt komme ich mir mit süßen Löckchen doch etwas brav vor. Anderseits sind sie eine willkommene Alternative zu meinen sonst so langweiligen, glatten Haaren. Nun interessiert mich eure Meinung? Machen oder sein lassen?

Freitag, 19. Februar 2010

Machen oder sein lassen? H&M Trend Rock mit Balenciaga-Anleihen



Bilder: style.com




Die Fall 2009 Kollektion von Balenciaga hat vor gut einem Jahr mit ihren drappierten Röcken ganz schnell mein Herz erobert und als ich nun endlich ein ähnliches Modell ohne Print in der Trendabteilung des Schweden entdeckte, musste ich natürlich zuschlagen. Zuhause angekommen ließ die Euphorie über das neu erworbene Kleidungsstück leider etwas nach. Schön anzusehen ist der Rock zwar immernoch, aber die Kombinationsmöglichkeiten sind gering und er trägt dank großzügigem Stoffeinsatz um die Hüften schon etwas auf. Deswegen müsst ihr mir jetzt mal wieder weiterhelfen: Machen oder sein lassen?

Montag, 15. Februar 2010

Machen oder sein lassen? Clogs





Bilder: style.com, columbine.freshnet.se, fashionchalet.blogspot.com

Was in diesem Winter die Overknees waren, sind im nächsten Sommer wahrscheinlich die Holzclogs. Sie waren das wichtigste Schuhwerk in den Kollektionen von Chanel und Louis Vuitton und damit ist ihnen schon einiges an Präsenz und auch Einfluss auf die Schuhwahl zahlreicher Modebegeisterter gesichert. Anfangs stand ich dem Plateau-Schuh mit hölzerner Sohle und vernietetem Leder eher kritisch gegenüber, denn irgendwie erinnert der Anblick der fersenentblößenden Clogs doch immer ein wenig an Holland, Käseantje und Bauernhof. Aber wie das schon so oft der Fall war, finde ich nach der Überflutung mit hübschen Bildern und verschiedenen Varianten von Clogs langsam gefallen an ihnen.
Ganz pünktlich zu dieser Meinungsänderung ziehen nun die günstigeren Marken nach: Zara und Jeffrey Campbell haben selbstverständlich auch Holzschuhe im Frühlingssortiment. Mit einer schlichten Variante könnte ich mich mittlerweile durchaus anfreunden. In der richtigen Kombination, bitte nicht so wie die Dame von Fashion Chalet, beispielsweise ganz schlicht zu Jeans und T-Shirt könnte ich mir Clogs doch tatsächlich gut vorstellen. Und was meint ihr? Sind Clogs zu klobbig und nur was für holländische Käseverkäuferinnen oder gehen sie im Sommer 2010 auch an den Beinen modebewusster Damen? Machen oder sein lassen?

Samstag, 19. Dezember 2009

Machen oder sein lassen? Underwear as outerwear



Sichtbare Unterwäsche ist ein Trend, der seit Jahren wie so vieles immer mal wieder kommt. Seien es nun unterm Blazer hervorblitzende Spitzenbhs oder wie jüngst bei Dolce & Gabbana knappe Höschen, die kaum noch als Shorts durchgehen. Im nächsten Frühjahr sollen wir , zumindest wenn es nach Marc Jacobs geht, nun Bustiers und Bras überm Hemd statt darunter tragen. Da diese Art des umgekehrten Layerings mir weniger zusagt, halte ich mich an die bekannte Variante: Einfach nicht viel drüber über die Unterwäsche. Der Body von Sonia Rykiel pour H&M (Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an sexdrugsblognroll.com!) ist sowieso viel zu schade um ein ungesehenes Dasein unter Pullis und Kleidern zu fristen. Ohne Jacke wäre es mir dann aber doch zu nackig. Und was meint ihr zur Unterwäsche obendrüber? Machen oder sein lassen?

Freitag, 27. November 2009

Machen oder sein lassen? Kunstpelzjäckchen



Bilder: topshop.com, asos.com

Die Frage brennt mir schon seit Monaten auf meinem modebessesenen Herzen. Und auch nach ellenlangen, imaginären Pro- und Kontra-Listen konnte ich mich nicht zu einer Entscheidung durchringen. Deswegen müsst ihr mir mal wieder weiterhelfen. Diesmal geht es um Kunstpelz. Nichts neues eigentlich, immerhin hat es im vergangenen Herbst auch schon eine Weste aus besagtem Material in meinen Kleiderschrank geschafft. Nun steht mir der Sinn nach einer kuscheligen Jacke bzw. einem flauschigem Kurzmantel. Die in Frage kommenden Modelle seht ihr oben. Jedes Einzelne gefällt mir auf seine Art und Weise, aber ziehe ich das wirklich an? Dafür spricht, dass Kunstpelz wenigstens mal ein Material wäre, das auch wärmt. Seit Jahren kämpfe ich jeden Winter aufs neue mit all meinen Immunkräften dagegen Daunenjacken oder ähnliche gefütterte Kleidungsstücke anzuziehen. So ein kuscheliges Mäntelchen wäre also nicht nur in modischer Hinsicht eine Bereicherung, sondern es wäre auch meiner Gesundheit zuträglich.
Aber nun zu den Nachteilen: Kunstfell sieht oft etwas billig aus. Das kann man schon so auf den Punkt bringen, wie ich finde. Es glänzt häufig ein bisschen zu stark oder ist etwas zu struppig oder hat einen unnatürlichen Farbstich. Nichtsdestotrotz möchte ich keinen echten Pelz auf den Schultern tragen. Wo wir auch schon beim zweiten Nachteil wären, nämlich die möglichen Reaktionen übereifriger Tierschützer mit ungeübtem Blick für echtes oder falsches Fell. Über unbegründete Anschuldigungen ließe sich noch hinwegsehen, aber man stelle sich einen roten Farbbeutel auf Jacke Nr. 1. vor. Nicht so schön. Ohne aber eben doch. Wo wir wieder bei der Frage vom Anfang wären. Also was meint ihr? Machen oder sein lassen?

Donnerstag, 3. September 2009

Machen oder sein lassen? Harness



Bilder: beautyismyboy.blogspot.com, etsy.com, garbagedress.blogspot.com

Schon seit einiger Zeit erspäht man um die Taille modebewusster Damen eine Mischung aus Gürtel und Hosenträger, die so keine richtige Funktion haben will. Das ist bei Accessoires zwar nicht weiter schlimm, allerdings erinnert so ein "Harness" schon etwas an ein Geschirre, welches man ursprünglicherweise Pferden oder Hunden anschnallen würde. Neuerdings werden so zwar auch wegrennwütige Kinder in Zaum gehalten, aber daher kann dieser Trend eigentlich auch nicht kommen. An die Leine legen lassen, möchten sich doch hoffentlich die wenigsten Trägerinnen.
Als eine der ersten traute sich Sienna Miller mit so einem Gerät in die Öffentlichkeit und sorgte damit bei den meisten Betrachtern eher für Miss- als Wohlgefallen. Mittlerweile gibt es ganz verschiedene Modelle und Formen. Ob aus Gummi oder Leder, mit Fransen oder Schulterverzierung, so richtig kann ich mich mit dem Anblick nicht anfreunden. Mal abgesehen von S/M-Assoziationen, will mir die durch das Harness erzeugte Körperform mit hochgeschnürter Brust und eingequetschter Taille nicht wirklich gefallen. Oder verfeinert so ein falscher Gürtel vielleicht doch das Gesamtbild? Was meint ihr? Machen oder sein lassen?

Sonntag, 23. August 2009

Machen oder sein lassen? Blond



Bilder: pause.se, thefashionspot.com,, 4thandbleekeragency.blogspot.com

Meine Haare langweilen mich gerade sehr. Da muss sich was ändern. Kurzhaarfrisuren sind nichts für mich, also käme eine drastische Veränderung der Farbe ganz gelegen. Schon seit einigen Tagen geht mir der Wunsch nach einem blonden Schopf nicht aus dem Kopf. Wenn ich nicht seit fünf Jahren dunkel färben würde, wäre ich von dieser Farbe von Natur aus auch gar nicht so weit entfernt. Nur leider wird das jetzt wohl nicht so einfach. Ich werde demnächst auf jeden Fall mal einen Friseur konsultieren. So schwer kann das ja nicht sein.
Aber ganz sicher bin ich mir noch nicht. Immerhin war ich mir bis vor kurzem noch sicher, dass blonde Haare für mich nicht in Frage kämen. Aber gerade überwiegt die Neugier. Wie würde ich wohl als Blondchen aussehen? Mein Traum wäre die Frise von Angela Lindvall (oben Mitte). Farbe und Schnitt entsprechen genau meiner Vorstellung und sind mit meiner Haarstruktur wohl auch machbar. Und was meint ihr? Machen oder Sein lassen?

Donnerstag, 30. Juli 2009

Alle machen's vor. Wer macht's nach?





Bilder: topshop.com, net-a-porter.com, style.com, kingdomofstyle.typepad.co.uk

Ich möchte hier eigentlich nicht die Wörter Must-Have oder It-Piece verwenden, aber wenn es in diesem Herbst um Overknee bzw. Thigh High Stiefel geht, kommt man an diesen Bezeichnungen nicht vorbei. Auffällig viele Designer (Prada, Rick Owens, Rodarte um nur einige zu nennen) sind sich einig, dass beim Schuhwerk für die kalten Tage 2009 nicht am Leder gespart werden darf. Im März betitelte ich diese auffällig hohe Anzahl an kniebedeckenden Boots noch als Stiefel-Verschwörung, nun, da der Herbst immer näher rückt, überlege ich, ob dieser Trend auch in meinem Schuhschrank demnächst mindestens vier anderen Paaren den Platz wegnehmen wird.
Einige Bloggerinnen sind selbstverständlich auch im Hochsommer schon stolze Besitzerinnen von Overknee-Stiefeln. Bei Haute Pursuit und Kingdom of Style finden sich die ersten Versuche, die gewagten Schuhe nicht zu gewagt aussehen zu lassen. Vanessa versucht es mit lässigen Jeansshorts und weißem Hemd, wird von Queen Michelle aber eindeutig geschlagen. Lederstiefel plus Ledershorts, das kann nur die Britin stilsicher umsetzen. Mindestens genauso gut gefällt mir die Variante mit weitem Shirt und Cardigan. Ungefähr so stelle ich mir das vor. Weitere tragbare Kombinationen kann man sich bei Stella McCartney, Isabel Marant und Antonio Berardi abschauen. Damit das alles nicht zu sehr nach Julia Roberts in Pretty Woman aussieht, würde ich Wildleder glänzendem Leder vorziehen. Mit den beiden oben gezeigten Modellen, Nr.1 von Topshop, Nr.2 von Brian Atwood, könnte ich mich schon anfreunden. Wenn man es dann irgendwie in die schmalen Schläuche geschafft hat, einfach ein weites Kleid oder einen Oversize-Pulli und fertig. Das wäre so schön einfach. Sollte ich ein ansprechendes Modell bei einem der üblichen Shopping-Verdächtigen finden, werde ich einen Selbstversuch starten.
Und wie haltet ihr es mit dem Must-Have des Winters? Machen oder Sein lassen?

Montag, 20. Juli 2009

Machen oder sein lassen? Lederrock



Ich bin schon länger auf der Suche nach einem Lederrock. Immerhin soll er fester Bestandteil meines geplanten Herbstlieblingsoutfits mit weitem Strickpulli und Schürstiefeln werden. Leider gab es bei H&M und co. bis jetzt kein schönes Modell und Second Hand habe ich nie einen Passenden entdecken können. Nun endlich wartet Zara mit einem recht schicken Röckchen auf. Der Preis von 80 € ist für weiches Leder auch vollkommen gerechtfertigt, nur bin ich mir mit der Form nicht ganz sicher. Er könnte ein kleines Stückchen enger sein. Andererseits wirkt er so etwas klassischer. Was meint ihr? Machen oder sein lassen?

Sonntag, 7. Juni 2009

Machen oder sein lassen? H&M Trend Tights



Nachdem diese Kategorie lange Zeit in der Versenkung verschwunden war, brauche ich sie in dieser Woche nun schon zum zweiten Mal. Scheinbar bin ich etwas unentschlossen gerade.
Zum eigentlichen Thema: Diesmal geht es wieder um ein Stück von H&M, das mir fast schlaflose Nächte bereitet. Beim ersten Anblick dieser Strumpfhose hoffte ich, dass man sich beim Schweden ein wenig von Rodarte hat inspirieren lassen. Beim Anprobieren zeigte sich allerdings, dass die Ähnlichkeit zur gewöhnlichen Gothic Netz- oder auch Spinnenstrumpfhose größer ist als die mit dem traumhaften zerrissenen Strick-Beinkleid der Mulleavy Schwestern. Irgendwie gefällt mir der Look trotzdem. Die Stricke sind dicker als bei gewöhnlichen Netzstrumpfhosen und das Muster ist unregelmäßig. In oben versuchter Kombination sieht das Ganze aber schon ziemlich nach Grufti aus. Mit weitem Kleid und Keilabsätzen könnte man diesen Effekt aber vielleicht umgehen. Also was meint ihr: Machen oder sein lassen?

Dienstag, 2. Juni 2009

Machen oder sein lassen? Divided Exclusive





Da die liebe Ari ihre H&M Divided Exclusive Bestellung gleich in doppelter Ausführung getätigt hat, konnte ich heut einige Teile zum probieren mit nachhause nehmen. Mein Favoriten waren neben dem mit Spannung erwarteten weißen Zipper-Kleid, das Bondagedress und der dunkelblaue Jumpsuit.
Ersteres fühlt sich zwar irgendwie ziemlich gut bzw. sexy an, ist mir insgesamt aber doch zu gewagt. Da der liebe Gott mich eher sparsam mit Busen und Hüfte, dafür großzügig mit Taillenumfang ausgestattet hat, wirkt so ein knackiges Kleid bei mir nicht so wie es sollte. Lisa hat das schon ganz treffend formuliert: "Da braucht man eben eine Sanduhrfigur für".
Der Jumpsuit gefällt mir dafür umso besser. So macht er nicht den erwarteten merkwürdig platt breiten Einteiler-Hintern, sondern sieht auch in der Rückansicht ganz passabel aus. Das Material fühlt sich wahnsinnig angenehm an und auch der Bandeau-Ausschnitt scheint zu halten. Einziger Nachteil: der Preis. Mit 50 € ist das schicke Teil nicht gerade ein Schnäppchen. Ich tendiere aber trotzdem zu machen. Was meint ihr?