Donnerstag, 25. Juni 2009

5Gum Vision Lab - Die Projekte in der Kategorie Look



Bilder: 5gumvisionlab.de

Gestern wurden im Weekend die 10 Projekte der Finalisten des 5Gum Vision Lab vorgestellt. In der Kategorie Look wurden gleich drei Ideen vorgestellt.
Das naheliegendste Projekt beschäftigt sich mit dem Thema Mode. Eva Brüdersdorf und Nadine Miyahara haben im März das junge Label Mila Miyahara gegründet und gehen mit ihrer Frühjahrskollektion 2010 an den Start. Die heißt Black Diamond und ist laut Eigenaussage der Designerinnen von moderner Kunst und Architektur inspiriert. Vor der eigentlich Preisverleihungen konnte Mila Miyahara schon die Besucher der 5Gum Website im Public Voting überzeugen.
Die Teilnehmer Claus Berg und Rainer Kollender teilen die Vision einer schwebenden Lampe, die man immer da nutzen kann, wo man sie gerade braucht. Dank einer Heliumfüllung soll die Lampe aufsteigen und wird dann von einem Akku mit Energie versorgt. Mit dem Förderpreis von 10.000 könnten die beiden Visionäre einen Prototyp anfertigen und den von einem großen Unternehmen produzieren lassen.
Die ungewöhnlichste Idee kommt von Produktdesignerin Petra Jäger. Sie stellte den vertikalen Mooskultivierer vor. Hört sich komisch an, ist es auch. Grundgedanke ist die Natur wieder ein Stück in unser digitalisiertes Leben zu integrieren. Das Problem des VMK ist allerdings, dass man ihn nicht in geschlossenen Räumen anbringen sollte. Es handelt sich dabei nämlich um einen Keramikhohlkörper, der bewässert wird und auf dem dann kunstvolle Moosformen heran gedeihen sollen. Leider können sich dabei auch Schimmelsporen bilden, die niemand so gern in den eigenen 4 Wänden hat.
Neben der Kategorie Look wurden außerdem jeweils zwei Projekte in den Kategorien Hear, Taste und Touch, sowie eine Idee in der Kategorie Smell vorgestellt. Die zehn Finalisten wurden aus 130 Bewerbungen ausgewählt.
Zudem hielten Spezialisten aus jedem Bereich Vorträge. Designer Mark Eley beschäftige sich mit den verschiedenen Bedeutungen des Wortes Look und war merklich aufgeregt. Immerhin hat er laut Eigenaussage das erste Mal sein Hausaufgaben gemacht. Die paar Versprecher verzieh man ihm aber sofort, dank seiner sympathischen Art und spannenden Rede.
Special Guest Scott Schumann ging da schon deutlich selbstbewusster vor und sprach eigentlich nur darüber, dass es bei seiner Arbeit als The Sartorialist darum geht seine Sichtweise auf einen Menschen in einem Bild zu bannen. Heute Abend wird dann der Sieger verkündet und danach hoffentlich gebührend gefeiert. Wenn ich mich nochmal aufraffen kann, bin ich auch dabei.