Dienstag, 24. Februar 2009

Männliches, Gruseliges und Modernes aus London

Die London Fashion Week ist schon fast wieder vorüber und ich habe es noch nicht geschafft wenigstens eine der gezeigten Kollektion zu erwähnen. Eine Schande. Ich rechtfertige mich damit, dass es sich hier um meine Lieblingsmodewoche (was für eine albernes Wort) handelt und ich mir wirklich alles anschauen muss. Dafür geht also schon viel Zeit verloren und außerdem fällt bei dem vielen kreativen Input die Auswahl schwer.



Für Armand Basi One setzt Designer Markus Lupfer auf männlich breitschultrige Silhouetten und großzügig geschnittene Hosen mit 80er Anleihen. Klassiker finde hier neue Formen. Die Bikerjacke aus Tweed wird weiter und der Trenchcoat paart sich mit dem Cape. Bunte Farben braucht es hier keine, der Fokus liegt auf den Formen und Details, wie beispielsweise den Zierösen. Die perfekten Accessoires für diesen modernen New Wave Look sind Creepers und eckige Clutchbags. Mehr.



Blasses Make-Up und weiße Kontaktlinsen führen bei mir eher zu Erinnerungen an Marilyn Manson, sind aber das perfekte Styling für Ann Sofie-Backs schaurig schöne Herbstkollektion. Bei der Konzeption hat die Designerin sich sicher von dem ein oder anderen Horrorfilm inspirieren lassen. Ergebnis sind tragbare Stücke in Schwarz und Weiß, mit Schlangenmuster oder aus spinnennetzähnlichen Materialien, die mit Nähten und Traumfängern verziert wurden. Mehr.



Bilder: style.com, thefashionspot.com

Ein besonderes Highlight der London Fashion Week ist die Präsentation der Absolventen der Designer Talentschmiede Central Saint Martins. Wer hier seinen Abschluss gemacht hat, hat es schon fast geschafft. Besonders positiv aufgefallen sind mir diesmal die Entwürfe des aus Georgien stammenden Designers David Koma. Schwarze Kleidungsstücke besetzt er mit üppigen Kettenbündeln oder Silberapplikationen und betont so die Körperform oder abstrahiert sie.
Dieses Talent sollte man definitiv im Auge behalten. Mehr.